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Sprüche über Trost

304 Sprüche — Seite 13

Wenn Schmerz nicht weggenommen werden kann, wird Trost zu einer stillen Form von Begleitung. Er besteht nicht in schnellen Lösungen, sondern in Gegenwart, Verstehen und der Kraft, dem Leid einen menschlichen Raum zu geben. Deshalb gehört dieses Thema zu den zartesten und zugleich wichtigsten Erfahrungen des Zusammenlebens.

Seine Wirkung liegt darin, dass Trost die Last nicht leugnet und doch erträglicher machen kann. Die Sprüche zu diesem Thema sprechen von Zuspruch, Nähe und leiser Hoffnung und zeigen, wie viel Heilung in einem behutsamen Wort liegen kann.

  1. Dem, welcher ein Bein gebrochen hat, kann man dadurch sein Unglück doch erträglicher machen, wenn man ihm zeigt, dass es leicht hätte das Genick treffen können.

    Immanuel Kant

  2. Der beste Arzt ist oft der schlechteste Patient

  3. Bei furchtbaren Schicksalsschlägen das ganz Gewöhnliche tun, das hilft uns über den Abgrund.

    Martin Kessel

  4. Nachdenken enthält eine unerschöpfliche Quelle von Trost und Beruhigung.

    Novalis

  5. Wenn man seit seiner Kindheit nicht mehr weinen konnte, können die neugewonnenen Tränen Tau und fruchtbarer Regen für die vom Austrocknen bedrohte Seele sein.

  6. Wenn du einmal ganz traurig bist, schick mir einfach eine Eulenpost. Ich fliege dann wie Zauberei mit Harrys Besen schnell herbei.

  7. Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte.

  8. Mensch mit traurigem Gesichte, sprich nicht nur von Leid und Streit, selbst in Brehms Naturgeschichte findet sich Barmherzigkeit.

    Wilhelm Busch

  9. Ein tiefer Fall führt oft zu höherem Glück.

    William Shakespeare

  10. Nichts ist so hoffnungslos, dass wir nicht Grund zu neuer Hoffnung fänden.

    Nicolaus Machiavelli

  11. Wer ohne Sinn für Freundschaft, Wohlwollen und Liebe nur für sich selber lebt, der bleibt verlassen, wenn er sich nach fremdem Beistand sehnt.

    Adolph Freiherr von Knigge

  12. Der Tod bedeutet die Tilgung jeglichen Schmerzes, und er ist die Grenze, über die unsere Leiden nicht hinausgelangen; er gibt uns wieder jenen Zustand der Ruhe zurück, dem wir vor unserer Geburt a …

    Seneca

  13. Mit einem Bild möchte ich etwas Tröstliches sagen, so wie Musik tröstlich ist.

    Vincent van Gogh

  14. Der Tod ist unser Trost und, ach!, auch unser Leben, er ist des Lebens Ziel, das wir voll Hoffnung sehn, er kann, ein Zaubertrank, berauschen und erheben, dass wir mit neuem Mut der Nacht entgeg …

    Charles Baudelaire

  15. Man soll sich trösten, keine großen Talente zu besitzen, wie man sich tröstet, keine großen Posten einzunehmen. Über beides kann uns das Herz erheben.

    Marquis de Vauvenargues

  16. Arbeit schafft Hornhaut gegen den Kummer.

    Marcus Tullius Cicero

  17. Den letzten Weg musst du alleine gehen, ohne Hilfe, ohne Hand. Doch Gott, der Herr, wird am Wege stehen und führt Dich hinein in sein himmlisches Land.

  18. Traurige trösten heisst: ihnen den Mantel der Geborgenheit umlegen

  19. Gehe hinaus und suche Trost in der Natur, auf dass wir unterdessen deinen Wein trinken.

  20. Jeder Abschied ist betäubend. Man denkt und empfindet weniger, als man glaubte: Die Tätigkeit, in die unsere Seele sich auf ihre eigne weitere Laufbahn wirft, überwindet die Empfindbarkeit über da …

    Johann Gottfried Herder