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Sprüche über Ungerechtigkeit

119 Sprüche — Seite 2

Nichts wird von Kindern wie von Erwachsenen so schnell und so scharf empfunden wie Ungerechtigkeit. Sie verletzt das Vertrauen darauf, dass Leistung, Bedürftigkeit oder Würde angemessen wahrgenommen werden, und hinterlässt deshalb oft tiefe Bitterkeit. Darum gehört dieses Thema zu den empfindlichsten Fragen des Zusammenlebens.

Ihre Schärfe liegt darin, dass Ungerechtigkeit nicht nur äußeren Schaden anrichtet, sondern auch das Gefühl für Ordnung und Zugehörigkeit erschüttert. Wo sie sich häuft, wachsen Ohnmacht, Zorn und Misstrauen gegen die Welt.

  1. Wenn ein Künstler seine herrlichen Gaben versäuft und verludert, nennt man's geniales Leben, der Schreiner, der seinen Hobel vertrinkt, ist dagegen ein Lump.

    Emil Gött

  2. Darin besteht das unantastbare Recht vieler: dasjenige zu ernten, was andre gesät haben.

    Otto Weiss

  3. Der Mensch rechnet immer das, was ihm fehlt, dem Schicksal doppelt so hoch an als das, was er besitzt.

    Gottfried Keller

  4. Wenn ein Mensch einen Tiger tötet, spricht man von Sport. Wenn ein Tiger einen Menschen tötet, ist das Grausamkeit.

    George Bernard Shaw

  5. Den Namen des Rechtes würde man nicht kennen, wenn es das Unrecht nicht gäbe.

    Heraklit von Ephesos

  6. s geht ungerecht zu auf dieser Welt: Ein Schurke darf sich jede Anständigkeit herausnehmen, ein anständiger Mensch aber nicht die kleinste Schurkerei.

    Mark Twain

  7. Eine über die Gleichheit der Chance hinausgehende Gleichmachung der Menschen ist die höchste Ungerechtigkeit.

    Karl Theodor Jaspers

  8. Gerechtigkeitsliebe ist bei den meisten Menschen nur die Angst, Ungerechtigkeit zu erleiden

    François de la Rochefoucauld

  9. Unrecht ist gegraben in Metall. Wohltat in die Flut geschrieben.

  10. Richte nie den Wert des Menschen schnell nach einer kurzen Stunde. Oben sind bewegte Wellen, doch die Perle liegt am Grunde.

    Otto von Leixner

  11. Die Gesetze sind um der Weisen Willen da, nicht damit sie kein Unrecht tun, sondern damit sie keines erleiden

    Epikur

  12. Man kann auch recht behalten, ohne es zu haben

    Joseph Unger

  13. Für die Menge ist fast jede Anklage eine Verurteilung.

    Otto Weiss

  14. Es ist in vielen Fällen Dingen eine schlimme Sache um die Gewohnheit. Sie macht, dass man Unrecht für Recht und Irrtum für Wahrheit hält.

    Georg Christoph Lichtenberg

  15. Es gibt keinen Menschen, der nicht die Freiheit liebte, aber der Gerechte fordert sie für alle, der Ungerechte nur für sich.

    Ludwig Börne

  16. Die Menschen schämen sich nicht des Unrechts, das sie tun, sondern dessen, das sie leiden.

    Giacomo Leopardi

  17. So sind viele: Den Glücklichen hassen sie, und den Unglücklichen verachten sie

    Otto Weiss

  18. Die Erfindungen für Menschen werden unterdrückt, die Erfindungen gegen sie gefördert.

    Bertolt Brecht

  19. Jeder Narr kann kritisieren, verurteilen, reklamieren - und die meisten Narren tun es auch.

    Andrew Carnegie

  20. Wenn ein Unrecht nur lange genug hingenommen wird, hält man es schließlich für Rechtens.

    Thomas Paine