Sprüche über Ungerechtigkeit
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Nichts wird von Kindern wie von Erwachsenen so schnell und so scharf empfunden wie Ungerechtigkeit. Sie verletzt das Vertrauen darauf, dass Leistung, Bedürftigkeit oder Würde angemessen wahrgenommen werden, und hinterlässt deshalb oft tiefe Bitterkeit. Darum gehört dieses Thema zu den empfindlichsten Fragen des Zusammenlebens.
Ihre Schärfe liegt darin, dass Ungerechtigkeit nicht nur äußeren Schaden anrichtet, sondern auch das Gefühl für Ordnung und Zugehörigkeit erschüttert. Wo sie sich häuft, wachsen Ohnmacht, Zorn und Misstrauen gegen die Welt.
Der grösste Feind des Rechtes ist das Vorrecht.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Amtleute geben dem Herrn ein Ei, und nehmen den Untertanen zwei.
Kann man etwas nicht verstehen, dann urteile man lieber gar nicht, als dass man verurteile.
— Rudolf Steiner
Erziehung läuft auf zweierlei hinaus: Ungerechtigkeiten erdulden und Langeweile ertragen lernen.
— Ferdinando Coelestinus Galiani
Wahrhaft ungütig sind wir nur gegen Menschen, von denen wir wissen, dass sie uns niemals verloren gehen können.
— Arthur Schnitzler
In eigener Sache ist man immer der mildeste Richter
Mach einen Freund nicht einem Bruder gleich, doch wenn, tu ihm als Erster nicht ein Unrecht an.
Das erste, was Kinder in der Schule lernen, ist, dass andere Kinder mehr Taschengeld bekommen als sie.
Erfolge nehmen alle in Anspruch, Misserfolge werden einem einzigen zugeschrieben.
— Sophokles
Das Recht des Stärkeren ist das stärkste Unrecht
— Marie von Ebner-Eschenbach
Der Gerechte ist am wenigsten zu erschüttern; der Ungerechte ist von höchster Erschütterung durchdrungen.
— Epikur
Eine Frau, die heute in einem wissenschaftlichen Beruf ebensoviel leistet wie ein Mann, muss zehnmal tüchtiger sein als dieser, weil sie zehnmal mehr Schwierigkeiten zu überwinden hat.
— Ludwig Anton Salomon Fulda
Der eine hat Glück, der andre sät darauf.
Wer ein Vergehen übergeht, lädt zu neuen Fehltritten ein.
— Publius Syrus
Man tut den Frauen Unrecht, wenn man sagt, sie würden immer zu spät fertig; es ist nicht wahr: sie fangen immer nur zu spät an.
— Gottlieb Moritz Saphir
Wer einen Stein verrückt am Bau des Rechtes, wirft das Haus zusammen.
— Friedrich Halm
Einer, dessen Herz von Eifersucht verzehrt wird, ist niemals gerecht.
— George Sand
Um sicher Recht zu tun, braucht man sehr wenig vom Recht zu wissen. Allein, um sicher Unrecht zu tun, muss man die Rechte studiert haben.
— Georg Christoph Lichtenberg
Das Leben ist ungerecht, aber nicht immer zu deinen Ungunsten.
— John F. Kennedy
Die Fliege setzt sich immer auf ein mageres Pferd.