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Sprüche über Ungerechtigkeit

119 Sprüche — Seite 5

Nichts wird von Kindern wie von Erwachsenen so schnell und so scharf empfunden wie Ungerechtigkeit. Sie verletzt das Vertrauen darauf, dass Leistung, Bedürftigkeit oder Würde angemessen wahrgenommen werden, und hinterlässt deshalb oft tiefe Bitterkeit. Darum gehört dieses Thema zu den empfindlichsten Fragen des Zusammenlebens.

Ihre Schärfe liegt darin, dass Ungerechtigkeit nicht nur äußeren Schaden anrichtet, sondern auch das Gefühl für Ordnung und Zugehörigkeit erschüttert. Wo sie sich häuft, wachsen Ohnmacht, Zorn und Misstrauen gegen die Welt.

  1. Beleidigungen sind die Argumente derer, die unrecht haben.

    Jean-Jacques Rousseau

  2. Hochmut ist, aus Liebe zu sich selbst eine höhere Meinung von sich haben, als recht ist.

    Baruch de Spinoza

  3. Ich darf nicht einem entfernten Nachbarn helfen, wenn es auf Kosten des nächsten geht.

    Mahatma Gandhi

  4. Der Irrtum und das Unrecht der Könige werden mit ihnen begraben, aber das Unrecht der Gesetzgeber dauert von Geschlecht zu Geschlecht.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  5. Die Jungen sind die härtesten und ungerechtesten Richter.

    Paul Keller

  6. Abwesende sind immer im Unrecht

    Philippe Destouches

  7. Das Recht hat die merkwürdige Eigenschaft, dass man es behalten kann, ohne es zu haben.

    Joseph Unger

  8. Warum halten sich die Menschen für scharfsichtiger, wenn sie das geheime Böse entdecken, als das geheime Gute?

    Jean Paul

  9. Wir brauchen Bücher, immer mehr Bücher! Durch das Buch, nicht durch das Schwert, wird die Menschheit die Lüge und die Ungerechtigkeit besiegen, den endgültigen Bruderfrieden unter den Völkern erobe …

    Emile Zola

  10. Ein Mann, der gern arbeiten möchte und keine Arbeit finden kann, ist vielleicht der traurigste Anblick, den uns die Ungleichheit des Glückes unter der Sonne sehen läßt.

    Thomas Carlyle

  11. Das Brot, das ihr verderben laßt, ist das Brot der Hungernden.

    Basilius von Caesarea

  12. Der eine hat die Mühe, der andre hat die Brühe.

  13. Man ist nie geneigter, Unrecht zu tun, als wenn man Unrecht hat.

    Johann Peter Hebel

  14. Eher wird ein Unrecht verziehen als eine Beleidigung.

    Philip Chesterfield

  15. Gönne dir einen Augenblick der Ruhe und du begreifst, wie närrisch du herumgehastet bist. Lerne zu schweigen und du merkst, daß du viel zu viel geredet hast. Sei gütig und du siehst ein, daß dei …

  16. Während das Gute um einen Fuß steigt, nimmt das Böse um zehn Fuß zu.

  17. Man vergisst die Reuse, wenn die Fische gefangen sind.

  18. Das Unrecht bestraft sich selbst.

    Ludwig Tieck

  19. Es wird völlig zu Unrecht gesagt, dass unsere Generation keine Philosophen aufzuweisen habe. In der Tat haben die heutigen Philosophen nur die Fakultät gewechselt, und ihre Namen sind Planck und Einst …

    Karl Gustav Adolf von Harnack

  20. Es gibt für uns noch einen anderen Ursprung des Irrtums, nämlich die Krankheiten. Sie verderben uns Urteil und Sinn.

    Blaise Pascal