1787 Sprüche — Seite 45
Schneit's im Oktober gleich, dann wird der Winter weich.
Oktobergewitter sagen beständig, der kommende Winter sei wetterwendig.
St. Klemens uns den Winter bringt.
Blühen im November die Bäume neu, hält der Winter bis zum Mai.
Hat Martin einen weißen Bart, wird der Winter lang und hart. (11. Nov.)
Ziehen die Spinnen ins Gemach, kommt gleich der Winter nach.
Läßt der November viel Füchse bellen, wird der Winter viel Schnee bestellen.
An St. Vinzent da hat der Winter noch kein End. (22. Jan.)
Am Tage Pauli Bekehr, der halbt Winter hin, der halbe Winter her. (25. Jan.)
Bei Donner im Winter ist viel Kälte dahinter.
St. Blasius ist auf Trab und stößt dem Winter die Hörner ab. (03. Feb.)
Ist's an Apollonia feucht, der Winter sehr spät entweicht. (09. Feb.)
Ist's in den zwölf Nächten wild, sind sie milden Winter Bild.
Baut die Ameise hoch ihr Haus, fällt der Winter trocken aus.
Der Winter bringt zweierlei auf einmal: weiße Tage und schwarze Nächte.
Marsch in dein Winterquartier, sprach der Wachtmeister zu der Laus, als er sie vom Bart unter die Hemdkrause setzte.
Wenn sich das Geflügel früh maust, so gibt's einen frühen Winter.
Es hat noch kein Wolf einen Winter gefressen.
Es ist nicht kalt, wenn es schneit, es ist nur kalt, wenn es taut.
Hat der Bauer Haarausfall, ist's im Winter warm im Stall!
Stirbt der Bauer im Oktober, braucht er im Winter keinen Pullover!
Wer im Sommer Weißkraut klaut hat im Winter Sauerkraut
Wie viel Tage der erste Schnee auf der Erde, soviel Winter kommen
Steht im Winter noch das Korn ist es wohl vergessen wor'n
Gegen die Obrigkeit und den Winter kommt keiner an
Der Kamin ist das Tulpenbeet eines Wintertages.
Wenn wir keinen Winter hätten, wäre der Frühling nicht so angenehm!
— Anne Bradstreet