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Sprüche über Anstand

243 Sprüche — Seite 5

Feine Formen des Umgangs mögen unscheinbar wirken, doch im Anstand zeigt sich oft, wie ein Mensch andere wirklich betrachtet. Er verbindet Takt, Rücksicht und Würde zu einer Haltung, die nicht aus Zwang, sondern aus innerer Form entsteht. Deshalb bleibt dieses Thema weit bedeutender, als bloße Etikette vermuten lässt.

In kleinen Gesten wird sichtbar, ob Respekt nur behauptet oder tatsächlich gelebt wird. Anstand schützt vor Grobheit, hält Beziehungen tragfähig und verleiht dem Alltag jene Form, in der Achtung selbstverständlich werden kann.

  1. Menschen, die der Versuchung widerstehen, verschieben nur ihre Kapitulation auf morgen.

    Charles de Talleyrand

  2. An Sittensprüchen hat der Arge sein Vergnügen, nicht um danach zu tun, doch um damit zu trügen.

    Friedrich Rückert

  3. Den besten Rat bekommt man nicht selten von den schlechtesten Menschen, weil sie von ihren eigenen Absichten ausgehen.

    Philip James Bailey

  4. Je vornehmer einer ist, desto höflicher behandelt er den Niedrigen.

    Ludwig Börne

  5. Was das Gesetz nicht verbietet, das verbietet der Anstand.

    Seneca

  6. Taktlosigkeit ist der lästigste und widerwärtigste der menschlichen Fehler, denn du kannst dich nicht gegen sie verteidigen, nicht einmal durch Grobheit.

    Anselm Feuerbach

  7. Die vollkommene Dame wird darauf achten, dass in den Bücherregalen die Werke männlicher und weiblicher Autoren streng getrennt stehen. Mann sollte sie nur dann zusammenstellen, wenn die Verfasser mi …

    Vincent van Gogh

  8. Bücher haben Ehrgefühl. Wenn man sie verleiht, kommen sie nicht mehr zurück.

    Theodor Fontane

  9. Von allen Werken der Literatur Schönheit oder ein moralisches Ziel zu verlangen, wäre dasselbe, wie von jedem Staatsbürger makellosen Lebenswandel und Bildung zu verlangen.

    Alexander Puschkin

  10. Wer mich ins Gesicht beschimpft, kann doch ein ehrbarer Mann und mein Freund sein.

  11. Achtbare Menschen entschuldigen die Tatsache, dass sie ihr Wort gebrochen haben, nicht damit, dass sie auf ihre Nachbarn weisen, die dasselbe getan haben.

    Sir Arthur Conan Doyle

  12. Eine verheiratete Frau darf nicht den Reis von zwei Männern essen.

  13. Auf Rechtschaffenheit versteht der Edle sich, auf Gewinn der Niedriggesinnte.

    Konfuzius

  14. Männer fürchten, dass ihnen die Feder, Frauen, dass ihnen die Moral entgleitet

  15. Alle Untugenden, die gerade modern sind, gelten als Tugenden.

    Jean-Baptiste Molière

  16. Das Wesen der Unmoral ist die Neigung des Menschen, für die eigene Person Ausnahmen zu machen.

    Jane Laura Addams

  17. Sagt eine Dame 'Nein', so bedeutet das 'Vielleicht'; sagt sie 'Vielleicht', dann denkt sie dabei 'Ja', sagt sie 'Ja' - ist sie keine Dame

    Charles de Talleyrand

  18. Man ist nur schön, wenn man auch zugleich menschlich ist.

    Jean Anouilh

  19. Gerade Leute ohne Takt wollen ihn oft angeben.

    Peter Sirius

  20. Unsere Tugenden sind meist die Bastarde unserer Sünden.

    Christian Friedrich Hebbel