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Sprüche über Anstand

243 Sprüche — Seite 6

Feine Formen des Umgangs mögen unscheinbar wirken, doch im Anstand zeigt sich oft, wie ein Mensch andere wirklich betrachtet. Er verbindet Takt, Rücksicht und Würde zu einer Haltung, die nicht aus Zwang, sondern aus innerer Form entsteht. Deshalb bleibt dieses Thema weit bedeutender, als bloße Etikette vermuten lässt.

In kleinen Gesten wird sichtbar, ob Respekt nur behauptet oder tatsächlich gelebt wird. Anstand schützt vor Grobheit, hält Beziehungen tragfähig und verleiht dem Alltag jene Form, in der Achtung selbstverständlich werden kann.

  1. Gastfreundschaft ist die Tugend, welche uns veranlasst, gewissen Menschen Nahrung und Obdach zu geben, die beides nicht nötig haben.

    Ambrose Bierce

  2. Jeder schliesst von sich auf andere und berücksichtigt nicht, dass es auch anständige Menschen gibt.

    Heinrich Zille

  3. Unsere Tugenden sind meist die Bastarde unserer Sünden.

    Christian Friedrich Hebbel

  4. Menschen in Massen verlieren ihren Sinn für Anstand.

    John Galsworthy

  5. Armut mit Anstand zu tragen, ist ein Zeichen von Selbstbeherrschung

    Demokrit

  6. Wenn wir einmal nicht grausam sind, dann glauben wir gleich, wir seien gut

    Kurt Tucholsky

  7. Worte kann man nicht essen, sie sind Wind; und von Artigkeiten kann man nicht leben, sie sind höflicher Betrug,

    Baltasar Gracián y Morales

  8. Wer seine Ehre durch seine eigene Schuld verloren oder geschmälert hat, der kann sie nur durch unzweideutige Besserung rehabilitieren, und auch dies ist schwer genug.

    Richard Rothe

  9. Religion ist das, was die Armen davon abhält, die Reichen umzubringen

    Napoleon

  10. Tugend ist zu Energie gewordene Vernunft.

    Friedrich von Schlegel

  11. Takt und Würde lehrt das eigene Herz, nicht der Tanzmeister

    Fjodor M. Dostojewski

  12. Jeder Mensch hat auch seine moralische backside, die er nicht ohne Not zeigt und die er solange wie möglich mit den Hosen des Anstandes zudeckt.

    Georg Christoph Lichtenberg

  13. Gute Manieren bestehen aus lauter kleinen Opfern.

    Ralph Waldo Emerson

  14. Was gute Gesellschaft genannt wird, ist meistens nur ein Mosaik geschliffener Karikaturen.

    Friedrich von Schlegel

  15. Es liegt wenig daran, wie man geboren werde; aber es ist viel daran gelegen, wie man sterbe.

    Christina I. von Schweden

  16. Je jünger, einfacher und frömmer die Völker, desto mehr Tierliebe.

    Jean Paul

  17. Der Charakter ist die Quelle des Lebens, aus der die einzelnen Handlungen fließen.

    Zenon von Kition

  18. Gesinnung vererben gilt mehr als Gut hinterlassen.

    Theodor Toeche-Mittler

  19. Das Leben ist kurz, aber man hat immer Zeit für Höflichkeit

    Ralph Waldo Emerson

  20. Es ist viel mehr wert, jederzeit die Achtung der Menschen zu haben, als gelegentlich ihre Bewunderung.

    Jean-Jacques Rousseau