186 Sprüche — Seite 5
Nicht jeder Aufschub ist harmlos, und nicht jede Bequemlichkeit ohne Folgen. Faulheit bindet Kräfte, verhindert Bewegung und lässt manches liegen, was mit wenig Entschluss längst geordnet wäre. Deshalb gehört dieses Thema nicht nur zur Schwäche des Alltags, sondern auch zur Frage nach innerer Haltung.
Ihr Problem liegt darin, dass sie selten offen auftritt, sondern sich gern als Müdigkeit, Verschiebung oder fehlende Gelegenheit tarnt. Faulheit zeigt, wie leicht der Mensch an Möglichkeiten vorbeileben kann, wenn der erste Schritt immer vertagt wird.
Sprichwörter sind ein öffentlicher Unterstützungsverein für Leute ohne eigene Gedanken.
— Wilhelm Raabe
Der Aufschub ist der Dieb der Zeit.
— William Butler Yeats
Die Faulen sehnen sich nach Gesellschaft.
— John Steinbeck
Verglichen mit dem, was wir sein könnten, sind wir nur halb wach
— William James
Versuchen, die Zeit totzuschlagen ... also das Leben totzuschlagen, das ist die schwerste 'Erkrankung' die es gibt.
— Prentice Mulford
Wirf jeden Tag Ballast ab, der deine Seele beschwert - eine Furcht, einen Ärger, eine Enttäuschung, eine Trägheit
Nichtstun ist eine der größten und verhältnismäßig leicht zu beseitigenden Dummheiten.
— Franz Kafka
Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt. Der andere packt sie kräftig an - und handelt.
— Dante Alighieri
Geringes Wissen, das tatkräftig angewendet wird, ist unendlich mehr wert als grosses Wissen, das brachliegt.
— Khalil Gibran
Jeder Mensch kommt mit einer sehr großen Sehnsucht nach Herrschaft, Reichtum und Vergnügen sowie einem starken Hang zum Nichtstun auf die Welt.
— Voltaire
Es ist nicht das Unkraut, das den guten Samen erstickt, sondern die Nachlässigkeit des Bauern
— Konfuzius
Dem Faulpelz geht die Arbeit von der Hand wie das Pech von der Wand
Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen.
— Georg Christoph Lichtenberg
Faulheit ist Dummheit des Körpers... Dummheit ist Faulheit des Geistes
— Johann Gottfried Seume
Trägheit will gern langsam sein, Armut holt sie bald auch ein.
Wir sollten Adam nur dankbar sein dafür, dass er uns den Segen des Müßiggangs genommen und uns dafür den Fluch der Arbeit gewonnen hat.
— Mark Twain
Nicht zu arbeiten ist schlimmer, als sich zu überarbeiten.
— Samuel Smiles
"Es kommt, wie es kommen muss", ist die Ausrede aller Faulpelze.
— Wilhelm Raabe
Ein Garten entsteht nicht dadurch, dass man im Schatten sitzt.
— Rudyard Kipling
Durch Schlemmerei und Schlaf und Müßiggang, ward alle Tugend aus der Welt vertrieben
— Francesco Petrarca