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Sprüche über Leid

369 Sprüche — Seite 3

Wo Sehnsucht auf Grenzen, Verlust oder Ungerechtigkeit trifft, entsteht Leid in seinen vielen Gestalten. Es kann körperlich, seelisch oder still verborgen sein und gehört doch zu den Erfahrungen, die das Leben am tiefsten prägen. Deshalb ist dieses Thema schwer, aber unentbehrlich für jedes ernste Nachdenken über den Menschen.

Seine Wahrheit liegt darin, dass Leid nicht nur belastet, sondern Mitgefühl, Reife und Fragen nach Sinn hervorbringen kann. Die Sprüche zu diesem Thema geben Schmerz und Ohnmacht eine Sprache, ohne deren Schwere zu beschönigen.

  1. Nur Menschen, die die Härte des Lebens erfahren, lernen sich beugen, ohne ihren Stolz zu verlieren.

  2. Meistens hat, wenn zwei sich scheiden, einer etwas mehr zu leiden.

    Wilhelm Busch

  3. Liebe ist Qual, Lieblosigkeit ist Tod.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  4. Der Kummer, der nicht spricht, raunt leise zu dem Herzen, bis es bricht.

    William Shakespeare

  5. Leiden und Schmerz sind immer die Voraussetzung umfassender Erkenntnis und eines tiefen Herzens. Mir scheint, wahrhaft große Menschen müssen auf Erden eine große Trauer empfinden.

    Fjodor M. Dostojewski

  6. Grausamkeit gegen Tiere ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niederen und unedlen Volkes

    Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt

  7. Die Grausamkeit empört, aber die Dummheit entmutigt.

    Albert Camus

  8. Es ist schwerer, eine Träne zu stillen, als tausend zu vergiessen.

  9. Früher litten wir an Verbrechen, heute an Gesetzen.

    Tacitus

  10. Leid adelt den Menschen. Nur wer Leid erträgt, wird Glück erfahren

    Dalai Lama

  11. Wer den Wind sät, wird den Sturm ernten.

  12. Man muss immer wieder staunen, welche Zähigkeit der Mensch zuweilen aufbringt. Solange nur noch ein Funke Hoffnung besteht, hält man die unwahrscheinlichsten Leiden aus.

    John Knittel

  13. Wer Freude hat am Klagen, wird immer etwas zum Klagen finden.

    Jeremias Gotthelf

  14. So tönt kein Lied in kummervollen Stunden, als wenn der Freund das rechte Wort gefunden.

    Nikolaus Lenau

  15. Auch das Alltagsleben kann eine Tragödie sein.

    Hans Christian Andersen

  16. Kein altes Übel ist so groß, dass es nicht von einem neuen übertroffen werden könnte.

    Wilhelm Busch

  17. Denn zu Zeiten der Not bedarf man seiner Verwandten.

    Johann Wolfgang von Goethe

  18. Ach, so lange Haß und Liebe, Furcht und Gier auf Erden schalten, werden sich der Menschheit Lose ähnlich oder gleich gestalten.

    Friedrich Wilhelm Weber

  19. All unsere sogenannten Erfolgreichen sind Leidende, Kranke mit verdorbenen Mägen, verdorbener Seele.

    John Steinbeck

  20. Wenn ein Mensch einen Tiger tötet, spricht man von Sport. Wenn ein Tiger einen Menschen tötet, ist das Grausamkeit.

    George Bernard Shaw