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Sprüche über Recht

222 Sprüche — Seite 6

Wo Ansprüche geprüft und Grenzen gesetzt werden, betritt der Mensch den Bereich des Rechts. Es soll ordnen, schützen und Willkür begrenzen, bleibt aber immer darauf angewiesen, dass Gerechtigkeit und Gewissen nicht aus dem Blick geraten. Deshalb ist dieses Thema von großer gesellschaftlicher und moralischer Bedeutung.

Seine Stärke liegt in Verbindlichkeit, seine Grenze in der bloßen Form ohne innere Billigkeit. Recht schafft Rahmen und Sicherheit, doch es fordert zugleich die ständige Frage, ob das Zulässige auch dem Gerechten wirklich entspricht.

  1. Bringt Dorothee recht viel Schnee, bringt der Sommer guten Klee. (06. Feb.)

  2. Das Vergnügen, recht zu behalten, wäre unvollständig ohne das Vergnügen, andere ins Unrecht zu setzen.

    Voltaire

  3. Nicht alle können dichten, doch wollen alle richten

  4. Wer Rüben will recht gut und zart, der sä' sie an Maria Himmelfahrt.

  5. Geld vor - Recht nach.

  6. Ob nicht jede Frau das natürliche Recht hat, einmal in ihrem Leben auch die Geliebte eines vollkommen schönen Mannes zu sein?

    Arthur Schnitzler

  7. Das Recht des Stärkeren ist das stärkste Unrecht

    Marie von Ebner-Eschenbach

  8. Wir haben kein Recht zu fragen, warum Gott das, was er tut, so tut.

    John Henry Newman

  9. Intuition ist der eigenartige Instinkt, der einer Frau sagt, dass sie Recht hat, gleichgültig, ob das stimmt oder nicht.

    Oscar Wilde

  10. Das Recht ist die Waffe des Schwachen.

    Gustav Walter Heinemann

  11. Kränkungen haben ihr Gutes: Sie setzen einen ins Recht.

    Henry de Montherlant

  12. Nur wer das Herz hat zu helfen, hat das Recht zu kritisieren.

    Abraham Lincoln

  13. Das Urteil der Menge mache dich immer nachdenklich, aber niemals verzagt.

    August von Platen

  14. Wer einen Stein verrückt am Bau des Rechtes, wirft das Haus zusammen.

    Friedrich Halm

  15. Wie lange soll der Urlaub dauern? So lange, dass der Chef Sie vermisst, aber nicht so lange, bis er entdeckt, dass er auch ohne Sie recht gut auskommen kann.

  16. Um sicher Recht zu tun, braucht man sehr wenig vom Recht zu wissen. Allein, um sicher Unrecht zu tun, muss man die Rechte studiert haben.

    Georg Christoph Lichtenberg

  17. Lebe so als sei jeder Tag dein letzter - eines Tages wirst Du recht haben.

  18. Zwei Rechte sind in der Erklärung der Menschenrechte vergessen worden: das Recht, sich zu widersprechen, und das Recht wegzugehen.

    Charles Baudelaire

  19. Der Mensch muß das Recht suchen und das Glück kommen lassen

    Johann Heinrich Pestalozzi

  20. Die alleinige Quelle des Rechts ist das gemeinsame Bewusstsein des ganzen Volkes: der allgemeine Geist

    Ferdinand Lassalle