gratis-spruch.de Logogratis-spruch.de

Sprüche über Tod

353 Sprüche — Seite 12

Kein Gedanke stellt das Leben so endgültig in Frage wie der Tod. Er markiert Grenze und Geheimnis zugleich, nimmt Gewissheiten fort und zwingt dazu, über Endlichkeit, Sinn und das Bleibende nachzudenken. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten und ältesten Gegenständen menschlicher Besinnung.

Seine Schwere liegt nicht nur im Ende selbst, sondern auch in dem, was er im Leben vorauswirft. Die Sprüche zu diesem Thema sprechen von Furcht, Würde, Abschied und Transzendenz und zeigen, wie eng Todesgedanke und Lebensdeutung miteinander verbunden sind.

  1. Du gute Mutter, bist nicht mehr, dein Platz in unserem Haus ist leer, du reichst uns nicht mehr deine Hand, der Tod zerriss das schöne Band.

  2. Rasch tritt der Tod den Menschen an, es ist ihm keine Frist gegeben, es stürzt ihn mitten in die Bahn, es reißt ihn fort vom vollen Leben. Bereitet oder nicht, zu gehn, er muß vor seinem Richter …

    Friedrich von Schiller

  3. Nicht der Tod, sondern das Sterben beunruhigt mich.

    Michel de Montaigne

  4. Das ist ein Leben! Man verbringt es hoffend, um es mit einem Tode zu beschließen, an den man wieder Hoffnungen knüpft.

    Voltaire

  5. Du siehst den Garten nicht mehr grünen, in dem du einst so froh geschafft, siehst deine Blumen nicht mehr blühen, weil dir der Tod nahm deine Kraft.

  6. Wie wird mir? Leichte Wolken heben mich, der schwere Panzer wird zum Flügelkleid. Hinauf, hinauf - die Erde flieht zurück kurz ist der Schmerz, aber ewig ist die Freude.

    Friedrich von Schiller

  7. Um eines kleinen Bissens Fleisches willen berauben wir eine Seele des Lichtes und der Spanne von Zeit, in die sie hineingeboren wurde, sich daran zu erfreuen.

    Plutarch

  8. Es ist besser, zwei Jahre zu früh als ein Jahr zu spät zu sterben.

  9. Das Leben ist eine Krankheit, die ganze Welt ein Lazarett, und der Tod ist unser Arzt.

    Christian Johann Heinrich Heine

  10. Der Tod ist vielleicht nicht das Schwerste im Leben eines Malers.

    Vincent van Gogh

  11. Bankiers sterben nicht. Sie verlieren das Interesse am Leben.

  12. Das Leben wird schließlich mit dem Tode bestraft.

    Wilhelm Busch

  13. Begrenzt ist die Zeit des Lebens, doch unendlich die Erinnerung.

  14. Wer sich vom Wolfe Rat lässt geben, dessen Schafen geht's ans Leben.

    Bernhard Freidank

  15. Nichts ist gewiss im Leben eines Menschen - ausser, dass er es verlieren muss.

    George Meredith

  16. Komm nun, höchstes Fest auf dem Wege zur ewigen Freiheit, Tod, leg nieder beschwerliche Ketten und Mauern unseres vergänglichen Leibes und unsrer verblendeten Seele, dass wir endlich erblicken, wa …

    Dietrich Bonhoeffer

  17. Männer, die in Stiefeln zu sterben hoffen, verunglücken gar zu oft in Pantoffeln.

  18. Der Mensch ist bereit, für jede Idee zu sterben, vorausgesetzt, daß ihm die Idee nicht ganz klar ist.

    Gilbert Keith Chesterton

  19. Der Mensch erfährt, er sei auch wer er mag, ein letztes Glück und einen letzten Tag.

    Johann Wolfgang von Goethe

  20. Wer am Tode vorübergegangen ist, lebt anders, als er früher gelebt hat.