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Sprüche über Tod

353 Sprüche — Seite 18

Kein Gedanke stellt das Leben so endgültig in Frage wie der Tod. Er markiert Grenze und Geheimnis zugleich, nimmt Gewissheiten fort und zwingt dazu, über Endlichkeit, Sinn und das Bleibende nachzudenken. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten und ältesten Gegenständen menschlicher Besinnung.

Seine Schwere liegt nicht nur im Ende selbst, sondern auch in dem, was er im Leben vorauswirft. Die Sprüche zu diesem Thema sprechen von Furcht, Würde, Abschied und Transzendenz und zeigen, wie eng Todesgedanke und Lebensdeutung miteinander verbunden sind.

  1. Wie ohnmächtig stehen wir da vor dem Weltgang, indem es keine rückwärtsleitende Macht über geschehene Dinge gibt, welche wieder herstellen könnte, was wir verloren haben.

    August Pauly

  2. Es gibt Menschen, die nur so lange auf unserer Erde bleiben, als das Leben des Menschen ein engelhaftes ist, d.h. in der Kindheit, und uns dann lächelnd verlassen. Den Zurückgebliebenen ist es dann, a …

    August Pauly

  3. Die Dankbarkeit der Völker ehrt nur die Toten, selten die Lebenden.

    Theresa Keiter

  4. Wenn wir das Leben lieben, sollten wir den Tod nicht fürchten, denn er kommt aus derselben Hand.

    Michelangelo

  5. Es ist hart zu leben; aber härter ist es noch zu sterben.

    Friedrich Wilhelm Kaulisch

  6. Das Leben ist wie ein Hauch, das eine Weile sichtbar ist und dann wieder verschwindet

  7. Welcher Gedanke kann so hohe Lebensklugheit geben wie der Todesgedanke!

    Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke

  8. Jeder Mensch baut sich durch seine Lebensweise seine Todesweise auf.

    Max Dauthendey

  9. Ich weiß nicht, was für einen Christen schwieriger ist – richtig zu leben oder richtig zu sterben.

    Daniel Defoe

  10. Nichts, was wir lieben, nimmt uns der Tod; es lebt weiter in unserm innersten Wesen, wie es vorher in uns gelebt hat.

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  11. Auf dieser Erde gehören Leben und Tod zusammen. Das Reich Gottes kennt nur noch das Leben, nicht mehr den Tod.

    Philipp Dessauer

  12. Ich habe einen Horror vor dem Tod. Die Toten sind so schnell vergessen. Aber nach meinem Tod muss man sich einfach an mich erinnern.

    Emily Elizabeth Dickinson

  13. Sterben ist eine wilde Nacht und ein neuer Weg.

    Emily Elizabeth Dickinson