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Sprüche über Würde

172 Sprüche — Seite 4

Würde bezeichnet jenen inneren Wert, der einem Menschen nicht erst durch Erfolg, Stellung oder Zustimmung verliehen werden muss. Sie zeigt sich in Haltung, Selbstachtung und dem stillen Bewusstsein, auch unter Druck nicht beliebig zu werden. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten Grundlagen menschlicher Größe.

Besonders sichtbar wird Würde dort, wo jemand nicht durch äußeren Glanz, sondern durch Standhaftigkeit und Maß beeindruckt. Sie bewährt sich in Niederlagen ebenso wie in Anerkennung und verlangt, dass das Eigene nicht unter dem Blick anderer preisgegeben wird.

  1. Einen Namen hat man, wenn man keinen Wert mehr auf seine Titel legt.

    Anton Graff

  2. Des Ruhmes Würdigkeit verliert an Wert, wenn der Gepriesene selbst mit Lob sich ehrt.

    William Shakespeare

  3. Besser in Ehren sterben, als sich durch feige Flucht retten.

    Roald Amundsen

  4. Durch das Unrecht, das wir anderen zufügen, entehren wir uns selbst

    Hermann Stehr

  5. Manche Menschen gelten nur deshalb etwas in der Welt, weil ihre Fehler die Fehler der Gesellschaft sind.

    François de la Rochefoucauld

  6. Von der Zunge hängt des Menschen Würde und Glück ab.

    Erasmus von Rotterdam

  7. Man speist am besten mit begabten Menschen, die einander hochschätzen.

    Jules de Goncourt

  8. Die Würde, die in der Bewegung eines Eisberges liegt, beruht darauf, dass nur ein Achtel von ihm über dem Wasser ist.

    Ernest Miller Hemingway

  9. Ach, könnte nur dein Herz zu einer Krippe werden! Gott würde noch einmal ein Kind auf Erden.

    Angelus Silesius

  10. Würde man den Zeitungen den Fettdruck nehmen, um wie viel stiller wäre es in der Welt -!

    Kurt Tucholsky

  11. Geduld verlieren heißt Würde verlieren.

  12. Wie kahl und jämmerlich würde manches Stück Erde aussehen, wenn kein Unkraut darauf wüchse.

    Wilhelm Raabe

  13. Ich würde lieber alle Fabeln der Legenden, des Talmud und des Koran glauben, als dass das Gefüge des Universums ohne einen Geist ist.

    Albert Camus

  14. Das nenne ich würdig, fürwahr, sich im Alter zu beschäftigen!

    Heinrich von Kleist

  15. Größe ist nicht, Anerkennungen zu erhalten, sondern sie zu verdienen

    Aristoteles

  16. Wie froh bin ich, dass ich Spargel nicht leiden kann; denn wenn er mir schmecken würde, dann würde ich ihn essen, und ich hasse das Zeug !

    Lewis Carroll

  17. Für die Menschen gibt es nichts Überzeugenderes als die Erfolge, willig beugen sie sich dem Glücke und dem Ruhm.

    Leopold von Ranke

  18. Sklavische Hingabe an die Launen des Schicksals ist eines denkenden Menschen unwürdig.

    Heinrich von Kleist

  19. Wer seine Freunde zu Gast hat und sich in keiner Weise persönlich um das Mahl kümmert, das für sie bereitet wird, ist unwürdig, Freunde zu haben.

    Jean Anthelme Brillat-Savarin

  20. Takt und Würde lehrt das eigene Herz, nicht der Tanzmeister

    Fjodor M. Dostojewski