Sprüche über Würde
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Würde bezeichnet jenen inneren Wert, der einem Menschen nicht erst durch Erfolg, Stellung oder Zustimmung verliehen werden muss. Sie zeigt sich in Haltung, Selbstachtung und dem stillen Bewusstsein, auch unter Druck nicht beliebig zu werden. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten Grundlagen menschlicher Größe.
Besonders sichtbar wird Würde dort, wo jemand nicht durch äußeren Glanz, sondern durch Standhaftigkeit und Maß beeindruckt. Sie bewährt sich in Niederlagen ebenso wie in Anerkennung und verlangt, dass das Eigene nicht unter dem Blick anderer preisgegeben wird.
Sei Mensch und ehre Menschenwürde
— Robert Bosch
Es ist die Würde des Menschen im Schriftsteller, was den Stil macht, nicht das Können.
— Fanny Lewald
Der Mensch hängt unzerreißbar fest an den Wurzeln seiner Ehre, wie weit sie auch in die graueste Vergangenheit hineinragen.
— Wilhelmine von Hillern
Jeden adelt sein eigenes Werk.
— Juvenal
Tränen sind der Augen edle Sprache.
— Robert Herrick
Die ganze Welt liebt einen guten Verlierer
— Kin Hubbard
Zeit verleiht allen Dingen Würde. Sie gibt ein Weniges von ihrer Ewigkeit an sie ab.
— August Pauly
Würde ist ein goldener Sattel, die jedem Esel auferlegt werden kann.
— August Pauly
Es gibt viele Leute in der Welt, aber wenig Menschen.
— August Pauly
Edler Stolz erkennt sich selbst; Hochmut sieht nur die Gebrechen anderer.
— Heinrich Martin
Die Ehre gleicht einer abschüssigen, unzugänglichen Insel. Man kann nicht wieder zu ihr zurück, wenn man sie einmal verlassen hat.
— Nicolas Boileau-Despreaux
Legen wir unserer Begabung keine Zwang auf; das Ergebnis würde immer nur plump ausfallen.
— August Lafontaine