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Sprüche über Würde

172 Sprüche — Seite 6

Würde bezeichnet jenen inneren Wert, der einem Menschen nicht erst durch Erfolg, Stellung oder Zustimmung verliehen werden muss. Sie zeigt sich in Haltung, Selbstachtung und dem stillen Bewusstsein, auch unter Druck nicht beliebig zu werden. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten Grundlagen menschlicher Größe.

Besonders sichtbar wird Würde dort, wo jemand nicht durch äußeren Glanz, sondern durch Standhaftigkeit und Maß beeindruckt. Sie bewährt sich in Niederlagen ebenso wie in Anerkennung und verlangt, dass das Eigene nicht unter dem Blick anderer preisgegeben wird.

  1. Die Anerkennung ernster Menschen gewinnen wir durch Leistung, die der Masse durch Glück.

    François de la Rochefoucauld

  2. Wir müssen lernen, den Menschen weniger auf das, was er tut oder läßt, als auf das, was er leidet, anzusehen.

    Dietrich Bonhoeffer

  3. So wie die großen Sphinxen, in nobler Haltung durch die Ewigkeit durch lauernd auf dem heißen Wüstensand, so starren Katzen sorglos ins Nichts, ruhig und weise.

    Charles Baudelaire

  4. Wenn aus dir selbst nicht der Adel spricht, so nützen tausend Ahnen nichts.

  5. Nicht, dass man dich nicht kennt, sei deine Sorge, sorge dafür, dass du des Kennens wert bist.

    Konfuzius

  6. Die Arbeit ist der Eckstein, auf dem die Welt ruht, sie ist die Wurzel unserer Selbstachtung.

    Henry Ford

  7. Es liegt in der deutschen Natur, alles Ausländische in seiner Art zu würdigen, und sich fremder Eigentümlichkeit zu bequemen.

    Johann Peter Eckermann

  8. Wenn ich nochmals eine Frau entführen sollte, würde ich den Gatten mitnehmen.

    Franz Liszt

  9. Alles Denken ist wesentlich optimistisch. Der vollendete Pessimist würde verstummen und -sterben

    Christian Morgenstern

  10. Wenn ich acht Stunden Zeit hätte, einen Baum zu fällen, würde ich sechs Stunden die Axt schleifen.

    Abraham Lincoln

  11. Männer, die in Stiefeln zu sterben hoffen, verunglücken gar zu oft in Pantoffeln.

  12. Ein Mann, den niemand achtet, verliert dadurch seine Würde, und so zählt dieser Mann nur noch halb, auch wenn er unversehrt ist.

    Gottfried von Strassburg

  13. Wer tugendhaft lebt, wird geehrt, aber er wird nicht beneidet.

  14. Keine wahre und dauernde Liebe kann ohne Achtung bestehen; jede andere zieht Reue nach sich und ist einer edlen Sache unwürdig.

    Johann Gottlieb Fichte

  15. Große Menschen sind Inhaltsverzeichnise der Menschheit.

    Christian Friedrich Hebbel

  16. Für mich ist die größte Entfaltung menschlichen Lebens, in Frieden und Würde zu sterben, denn das ist die Ewigkeit.

    Mutter Theresa

  17. Vom Fleißigen ist immer viel zu lernen, doch zu beseligen vermag nur Größe.

    Christian Morgenstern

  18. Würde ist eine körperliche Kunst, erfunden, um die Mängel des Geistes zu verbergen.

    François de la Rochefoucauld

  19. Wenn alle Tage im Jahre gefeiert würden, so würde Spiel so lästig sein wie Arbeit.

    William Shakespeare

  20. Was ist Ehre ohne Verdienst? Und was kann man gerechtes Verdienst nennen, wenn nicht das, was einen Menschen sowohl gut als groß macht?

    Daniel Defoe