Sprüche über Arbeit
1107 Sprüche — Seite 9
Mehr als Pflicht, Broterwerb oder bloße Beschäftigung ist Arbeit eine Form, Spuren in der Welt zu hinterlassen. In ihr zeigen sich Ehrgeiz, Können, Ausdauer und die Frage, ob Mühe nur belastet oder auch Sinn stiftet. Deshalb berührt dieses Thema den Alltag ebenso wie das Selbstbild eines Menschen.
Sein Gewicht erhält es dort, wo Tun und Haltung miteinander verbunden sind – wo aus Anstrengung nicht bloß Ergebnis, sondern auch Charakter wächst. Fleiß und Berufung, Last und stille Erfüllung: Kaum ein Thema wirft so ehrlich die Frage auf, ob man das Richtige tut und ob das Richtige gut genug getan wird.
Die Not kann den Schmied lehren, Stiefel zu nähen.
Der Christus der Liebe, voll der Gnade des Vaters, möge mich heute bei der Arbeit zum Guten anleiten - wo ich auch bin.
Der Mensch lebt von der Arbeit. Je besser er sie macht, um so besser wird er von ihr leben.
— Anatole France
Wer mit Schmerzen arbeitet, wird mit Freuden essen.
Der Unglückliche braucht Tätigkeit wie der Glückliche Ruhe.
— Jean Paul
Arbeite nie vor dem Frühstück; musst du vor dem Frühstück arbeiten, iss erst dein Frühstück.
— Joseph Billings
Der Wert der menschlichen Arbeit wächst mit der Weite des Wirtschaftsgebietes. Wir müssen uns mit aller Macht aus der Isolierung lösen.
— Ludwig Erhard
Wer selbst nichts zu tun hat, macht anderen die meiste Arbeit.
Die klügsten Männer sind jene, die ihrer Frau einreden können, dass Gartenarbeit schön macht.
— Karel Capek
Arbeit ist das beste Heilmittel für alle Krankheiten und alles Elend, das die Menschheit je befallen hat - ehrliche Arbeit
— Thomas Carlyle
Auf dieser Welt halte ich zwei Beschäftigungen für besonders nutzlos: Laubsägearbeiten und die Fotografie.
— Anton Tschechow
Folge der Arbeit und lass dich nicht von ihr verfolgen.
Wen der liebe Gott einmal bei der Arbeit gesehen hat, dem besorgt er laufend neue
— Carl Ludwig Schleich
Es gibt gewisse Dinge, wo ein Frauenzimmer immer schärfer sieht als hundert Augen der Mannesperson
— Gotthold Ephraim Lessing
Der eine hat die Mühe, der andre hat die Brühe.
Die Kinder sind unsere Richter von morgen, sind die Kritiker unserer Anschauungen und Taten, sind die Menschen, die in die Welt hinausgehen, um durch ihre Arbeit neue Lebensformen zu schaffen.
— Maxim Gorki
Was mehreren aufgetragen wird, bleibt ungetan
Kühle weckt die Tätigkeit; Tätigkeit verkürzt die Zeit.
— Wilhelm Busch
Das Spiel gleicht einer Erholung, und da man nicht ununterbrochen arbeiten kann, bedarf man der Erholung.
— Aristoteles
Morgenstund hat Gold im Mund. Gold im Mund ist ungesund.
Besitz verlockt zur Sünde, und die Anhäufung von Reichtümern entsittlicht den Menschen; nur die einfache Arbeit gibt Glück und Zufriedenheit.
— Leo Tolstoi
Wenn ich acht Stunden Zeit hätte, einen Baum zu fällen, würde ich sechs Stunden die Axt schleifen.
— Abraham Lincoln
Es ist nichts als die Tätigkeit nach einem bestimmten Ziel, was das Leben erträglich macht.
— Friedrich von Schiller
Wer im Frühling nicht säet, wird im Sommer nicht ernten, im Herbst und Winter nicht genießen; er trage sein Schicksal.
— Johann Gottfried Herder
Drum prüfe, wer sich ewig schindet, ob sich nicht doch ein Dummer findet.
Der eine fragt: Was kommt danach? Der andere fragt nur: Ist es recht? Und also unterscheidet sich der Freie von dem Knecht.
— Theodor Storm
Wie der Meister, so das Werk.
Faulenzen macht müde... Arbeit nie...
Wer gesund ist und arbeiten will, hat in der Welt nichts zu fürchten.
— Gotthold Ephraim Lessing
Gottes Mühle mahlt langsam, aber klein.
Angenehm sind die erledigten Arbeiten.
— Marcus Tullius Cicero
Sich zu tode zu arbeiten ist die einzige von der Gesellschaft anerkannte Form des Selbstmordes!
Es gibt viel zu verdienen - stecken wirs ein.
Taten überreden eher als Worte.
— Andrew Carnegie
Sich tatkräftig für seine Angestellten einzusetzen, ist eine der besten Investitionen, die man machen kann.
Der Mangel an Bildung bringt die Unverschämtheit hervor, doch die vernünftigen Überlegungen das Zaudern.
— Perikles
Ein Mann, der gern arbeiten möchte und keine Arbeit finden kann, ist vielleicht der traurigste Anblick, den uns die Ungleichheit des Glückes unter der Sonne sehen läßt.
— Thomas Carlyle
Durch die Arbeit entsteht aus einem Einfall die Welt
— Friedrich Dürrenmatt
Die Arbeit ist der Eckstein, auf dem die Welt ruht, sie ist die Wurzel unserer Selbstachtung.
— Henry Ford
Lehne dich zufrieden zurück, wenn du eine gelungene Arbeit vor Augen hast, aber nicht zu weit, dass du deiner Arbeit zu Füßen liegst.
Beneide niemals den ersten, denn er hat es immer am schwersten.
In allen Dingen ist der rechte Augenblick für den Erfolg entscheidend.
— Menander
Du musst den Brunnen graben, bevor du Durst hast
Wer freudig tut und sich des Getanen freut, ist glücklich.
— Johann Wolfgang von Goethe
Wenn jemandem gelänge, die Bibliotheken und sämtliche Bücher zu vernichten – dreißig Jahre später könnte kein Schlosser mehr auch nur eine Schraube anziehen.
— Thomas Alva Edison
Es gehen viel Stierbuben auf e i n e n rechten Ackersmann.
Stelle niemanden ein, der deine Arbeit für Geld macht, sondern einen der es aus Liebe macht.
— Henry David Thoreau
Arbeiten muss man, alles andere - zum Teufel damit.
— Anton Tschechow
Wenn der Dunghaufen wachsen soll, darf der Tragkorb nie zur Ruhe kommen.
Ein Verrückter am richtigen Ort ist ein nützliches Werkzeug.
Wenn alle Leute wären reich, und alle Leute wären gleich, und wären all' zu Tisch gesessen- wer wollt' auftragen Trinken und Essen?
Der Beruf ist eine Schutzwehr, hinter welche man sich erlaubterweise zurückzieht, wenn Bedenken und Sorgen allgemeiner Art einen anfallen.
— Friedrich Nietzsche
Ungebauter Acker bringt selten gut Korn.
Wer Diener hat, hat unverhohlene Feinde.
Arbeit als Freude - unzugänglich den Psychologen.
— Franz Kafka
Die Arbeitslosigkeit ist die Hauptgeißel der fortgeschrittenen Länder.
— Wladimir Iljitsch Lenin
Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen
Freude fehlt nie, wo Arbeit, Ordnung und Treue sind.
— Johann Kaspar Lavater
Am schnellsten kommt man auf dem Steckenpferd seines Vorgesetzten voran
Jeder hat drei Vorgesetzte: Gott, den Chef, die Frau.