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Sprüche über Armut

267 Sprüche — Seite 6

Armut ist weit mehr als das Fehlen von Geld. Sie kann Möglichkeiten beschneiden, Abhängigkeit schaffen und Menschen von dem ausschließen, was für andere selbstverständlich ist. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur wirtschaftliche Fragen, sondern auch Würde, Gerechtigkeit und menschliche Teilhabe.

Besonders schwer wiegt sie dort, wo Mangel in Einsamkeit, Scham oder Perspektivlosigkeit umschlägt. Armut macht sichtbar, wie verletzlich Lebensentwürfe sein können und wie kostbar Maß, Solidarität und echte Verbundenheit bleiben.

  1. Nur ein genialer Reicher kann sich die Armut vorstellen.

    Charles Péguy

  2. Die Armut hat ihre Freiheiten, der Reichtum seine Zwänge.

    Denis Diderot

  3. Auch in dem elendsten Dasein gibt es ein Häkchen, an das ein Faden des Heils sich anknüpfen könnte.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  4. Es bedarf des demokratischen Regiments, damit die Armen eine Zuflucht und die Reichen einen Zügel haben.

    Thukydides

  5. Miss deinen Besitz nach seinem Wert — und du bist arm. Miss ihn an dem, was er dir bedeutet — und du bist reich.

    Else Pannek

  6. Geh zu deines reichen Freundes Haus, wenn du gerufen bist! Zu des armen Freundes Haus geh ungerufen!

  7. Es entmutigt oft den wärmsten Menschenfreund, dass er so vielen Hilfsbedürftigen begegnet, denen nicht zu helfen ist.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  8. Die Arbeit hält drei schlimme Übel von uns fern: Langeweile, Laster und Not

    Voltaire

  9. Ohne die Frauen würde der Mann roh, grob, einsam sein und die Anmut nicht kennen.

    Francois René de Chateaubriand

  10. Es ist kein Mensch so reich, dass er nicht zuweilen etwas schuldig bliebe und kein Mensch so arm, dass er nicht zuweilen etwas leihen würde.

    Francois Rabelais

  11. Es könnte sein. daß die Menschheit reicher wird, indem sie ärmer wird, und gewinnt, indem sie verliert

    Immanuel Kant

  12. Gib einem Hungernden einen Fisch, und er wird einmal satt, lehre ihn Fischen, und er wird nie wieder hungern.

  13. Keine größere Armut als Unwissenheit.

  14. Ich weiß kaum, was kläglicher ist: In Schulden geraten oder jeden Mittag Wassersuppe essen, um abends die Leute mit Zuckerbrezeln bewirten zu können.

    Annette von Droste-Hülshoff

  15. Du mögest arm sein an Unglück und reich an Segen, langsam im Zorn, schnell in der Freundschaft. Doch ob arm oder reich, langsam oder schnell, nur das Glück sei dein Begleiter von heute an.

  16. Oft sind die Bösen mit Reichtum beglückt und die Redlichen darben, doch wir segnen das Los, welches uns Darbenden fiel.

    Solon

  17. Ein verlottertes Feld stürzt dich zeitweilig in Not, eine falsche Ehefrau ruiniert dich fürs Leben.

  18. In Armut bist du heiter, Freund: Drum hüt dich vor Fortunens Tücke dass nicht ihr Neid erwacht und meint, du lebtest in zu großem Glücke.

    Gotthold Ephraim Lessing

  19. Armut und Reichtum lassen sich nicht verbergen.

  20. Ist eine Mutter noch so arm, so gibt sie ihrem Kinde warm.