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Sprüche über Autorität

357 Sprüche — Seite 11

Nicht jede Autorität gründet auf Rang, Amt oder Macht. Wirklich anerkannt wird nur, wer Haltung, Urteilskraft und Verlässlichkeit ausstrahlt und dadurch Vertrauen gewinnt, statt Gehorsam nur zu erzwingen. Deshalb ist dieses Thema eng mit Charakter, Verantwortung und der Frage nach legitimer Führung verbunden.

Ihre Bewährung liegt darin, dass sie ordnet, ohne zu demütigen, und leitet, ohne sich selbst zu vergötzen. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie Autorität aus innerer Stärke erwachsen kann und wann sie in bloße Herrschsucht kippt.

  1. Gehorchen wird jeder mit Genuss den Frauen, den hoch geschätzten. Hingegen machen uns meist Verdruss die sonstigen Vorgesetzten.

    Wilhelm Busch

  2. Die gröblichste Torheit ist doch, sich nach einem Glockenschlag zu richten statt nach Bedürfnis und Verstand.

    Francois Rabelais

  3. Nur wer wirklich wichtig genug ist, wird eventuell auch mit unfreundlichen Blicken bedacht. In unwichtige Personen investiert man weder Gedanke, Blicke noch Zeit.

    Christa Schyboll

  4. Wer sich im Streit der Meinungen auf die Autorität beruft, der arbeitet mit seinem Gedächtnis, statt mit seinem Verstand

    Leonardo da Vinci

  5. Je öfter sich ein Politiker widerspricht, desto größer ist er.

    Friedrich Dürrenmatt

  6. Ehe - Zustand oder Befindlichkeit einer Gemeinschaft, die aus einem Herren, einer Herrin und zwei Sklaven besteht, insgesamt also aus zwei Personen.

    Ambrose Bierce

  7. In einer guten Eh' ist wohl das Haupt der Mann, Jedoch das Herz das Weib, das er nicht missen kann.

    Friedrich Rückert

  8. Jeder hat drei Vorgesetzte: Gott, den Chef, die Frau.

  9. Ein Mann, den niemand achtet, verliert dadurch seine Würde, und so zählt dieser Mann nur noch halb, auch wenn er unversehrt ist.

    Gottfried von Strassburg

  10. Die Gesellschaft braucht eine strenge Justiz; darin liegt die Humanität des Staates; alles andere ist Humanität der Opernbühne.

    Napoleon

  11. Wer sich an die Weisheit des Herzens hält und sie als Autorität anerkennt, was braucht der noch andere Autoritäten?

  12. Der Frieden kommt durch Verständigung, nicht durch Vereinbarung

  13. Personalführung ist die Kunst, den Mitarbeiter so schnell über den Tisch zu ziehen, dass er die Reibungshitze als Nestwärme empfindet.

  14. Man soll die lieben, über die man befiehlt, aber man soll es ihnen nicht sagen

    Antoine de Saint-Exupéry

  15. Gerät ein Tiger aufs flache Land, wird er sogar von Hunden gefoppt.

  16. Das bringt bei Weibern manche Not: zu manchem treibt sie ein Verbot, wozu sie gar nichts triebe, wenn‘s unverboten bliebe.

    Gottfried von Strassburg

  17. Manchmal ist es schwerer, einen einzigen Menschen als ein ganzes Volk zu beherrschen.

    Marquis de Vauvenargues

  18. Es ist ebenso viel Trägheit wie Schwäche dabei, sich beherrschen zu lassen.

    Jean de la Bruyère

  19. Der Stand der Frauen den Männern gegenüber ist wahrlich ein harter

    Euripides

  20. Das Schicksal einer Gesellschaft wird dadurch bestimmt, wie sie ihre Lehrer achtet

    Karl Theodor Jaspers