357 Sprüche — Seite 14
Nicht jede Autorität gründet auf Rang, Amt oder Macht. Wirklich anerkannt wird nur, wer Haltung, Urteilskraft und Verlässlichkeit ausstrahlt und dadurch Vertrauen gewinnt, statt Gehorsam nur zu erzwingen. Deshalb ist dieses Thema eng mit Charakter, Verantwortung und der Frage nach legitimer Führung verbunden.
Ihre Bewährung liegt darin, dass sie ordnet, ohne zu demütigen, und leitet, ohne sich selbst zu vergötzen. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie Autorität aus innerer Stärke erwachsen kann und wann sie in bloße Herrschsucht kippt.
Der Verstand ist eine Autorität.
— Arthur Rimbaud
Ein Hund ist klüger als eine Frau; er bellt seinen Herrn nicht an
Besser in der Hölle herrschen, als im Himmel dienen.
— John Milton
Frauen erreichen alles, weil sie jene beherrschen, die alles beherrschen
Die Ehe ist die einzige Art von Vertrag, der für die vertragschließenden Parteien sämtliche Gesetze suspendiert, die die Beziehung zwischen ihnen schützen sollen.
— George Bernard Shaw
Die Mutter sagt's, der Vater glaubt's, und ein Narr zweifelt daran.
Einsame alte Damen beanspruchen allein stehende Töchter, als seien sie deren einziger Lebensinhalt.
— Else Pannek
Mein Hund ist mein Freund, meine Frau ist mein Feind und mein Sohn ist mein Herr
Gehorsam einer Frau gegenüber ist der Weg zur Hölle
Ein Mädchen gehorcht dem Vater, eine Ehefrau ihrem Gatten.
Gehorsam ist der Anfang aller Weisheit.
— Georg Friedrich Wilhelm Hegel
Führung ohne Rücksicht auf Emotionen ist wie Segeln ohne Rücksicht auf den Wind
— Rainer Karius
Wenn der Bauer auf's Roß kommt, reitet er ärger als der Herr.
Ein guter Anschaffer ist besser als zwei schlechte Schaffer.
Die beste Aufsicht muss hie und da ein Aug' zudrücken.
Wenn er redet, kräht der Hahn auf dem Kirchturm.
Wenn der Löwe brüllt, so zittert der Wald.
Wer über einen Maulesel gesetzt ist, hält sich auch für einen Herrn.
Der Krone würdig sein, ist mehr, als Kronen tragen.
— Friedrich von Cronegk
Bin ich meinem Amte in der Tat nicht gewachsen, so ist der Chef zu tadeln, der es mir anvertraut.
— Friedrich von Schiller