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Sprüche über Einigkeit

317 Sprüche — Seite 13

Wo verschiedene Menschen, Stimmen oder Kräfte in eine gemeinsame Richtung finden, entsteht Einigkeit. Sie setzt nicht völlige Gleichförmigkeit voraus, sondern den Willen, trotz Unterschiede etwas Verbindendes zu erkennen und zu bewahren. Deshalb ist dieses Thema für Gemeinschaften ebenso wichtig wie für persönliche Beziehungen.

Ihr eigentlicher Reiz liegt darin, dass Einigkeit nicht aus Zwang, sondern aus Verständnis und gemeinsamem Ziel wächst. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie wertvoll Zusammenklang ist, wenn er nicht Uniformität fordert, sondern Verbundenheit ermöglicht.

  1. Dauernd ist jene Liebe, die stets die Kräfte zweier menschlicher Wesen im Gleichgewicht hält.

    Honoré de Balzac

  2. Wenn Leute sich lieben, dann bleiben sie jung füreinander.

    Carl Friedrich Paul Ernst

  3. Auf alle wartet ein und dieselbe Nacht.

    Horaz

  4. Fried und Einigkeit haben alle Städt erbaut

  5. Alles, was nicht der Norm entspricht, zwingt zum Nachdenken — und das stört.

    Else Pannek

  6. Man kann Kompromisse schließen, bis man zu einem Kompromiss geworden ist.

    Else Pannek

  7. Die Körper wirken so, als ob es keine Seelen gäbe, und die Seelen so, als ob es keine Körper gäbe; beide zusammen so, als ob sie sich gegenseitig beeinflussten.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  8. Nichts ist seltener als ein Mensch, den man immer um sich ertragen kann.

    Giacomo Leopardi

  9. Klar nennt man die Ideen, die dasselbe Maß an Verwirrung haben wie unser eigener Geist

    Marcel Proust

  10. Der Hierarchie der Freundschaften entspricht eine Hierarchie der Geheimnisse. Um aber das Unteilbare mitzuteilen, muss man eins werden

    Friedrich Georg Jünger

  11. Wenn ein Hund um nichts bellt, bellen zehntausend andere aus vollem Halse mit.

  12. Weißt du, wo es keinen Herrn und keinen Diener gibt? Wo eins dem andern dient, wo eins den andern liebt.

    Friedrich Rückert

  13. Setzt eure Zelte weit auseinander, aber nähert eure Herzen.

  14. Du hattest kein Glück, und ich hatte keins; wir nahmen einander, nun haben wir eins. Wo haben wir es denn hergenommen? Es ist vom Himmel auf uns gekommen.

    Friedrich Rückert

  15. Unter zwei oder mehreren Verbündeten verpflichtet die Abmachung vor allem die Schwächeren.

    Kazimierz Bartoszewicz

  16. Hoffnung ist das einzige Gut, das allen Menschen gemein ist; selbst diejenigen, die nichts besitzen, besitzen noch Hoffnung.

    Thales von Milet

  17. Wer die Wahrheit hat, für den ist Erfolg und Misserfolg dasselbe

    Lü Bu We

  18. Die Kleider müssen zum Menschen passen, wie der Mensch zur Landschaft passen muss.

    Li Liweng

  19. Kämpfe mit denen, die kämpfen, und lass die Friedlichen in Frieden!

  20. Theorie und Praxis sind eins und bleiben doch zwei, wie Materie und Geist, wie Seele und Leib, wie Mann und Weib, wie Denken und Schauen.

    Bogumil Goltz