Sprüche über Einigkeit
317 Sprüche — Seite 5
Wo verschiedene Menschen, Stimmen oder Kräfte in eine gemeinsame Richtung finden, entsteht Einigkeit. Sie setzt nicht völlige Gleichförmigkeit voraus, sondern den Willen, trotz Unterschiede etwas Verbindendes zu erkennen und zu bewahren. Deshalb ist dieses Thema für Gemeinschaften ebenso wichtig wie für persönliche Beziehungen.
Ihr eigentlicher Reiz liegt darin, dass Einigkeit nicht aus Zwang, sondern aus Verständnis und gemeinsamem Ziel wächst. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie wertvoll Zusammenklang ist, wenn er nicht Uniformität fordert, sondern Verbundenheit ermöglicht.
Versuchen wir, das Beste eines jeden Menschen zu erkennen, den Andren im bestmöglichen Licht zu sehen. Diese Einstellung erzeugt sofort ein Gefühl der Nähe, eine Art Geneigtheit, eine Verbindung …
— Dalai Lama
Menschen gleicher Gesinnung suchen einander, Menschen mit gleicher Krankheit bedauern einander.
Der Eckstein der Gerechtigkeit ist die Gleichheit vor dem Gesetz
— Robert Bosch
Anmut ist ein Ausströmen der inneren Harmonie.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Wind und Wellen sind immer auf der Seite des besseren Seefahrers.
— Edward Gibbon
In bescheidenen Verhältnissen ist es leicht, Gleichheit walten zu lassen.
— Tacitus
Tiefste Gemeinschaft kommt aus einem gemeinsamen Wollen. Das Wollen ist das Elementarste in unserem Wesen
— Albert Schweitzer
Ein Führer entsteht nur, wenn eine Gefolgschaft bereits da ist.
— Ludwig Marcuse
Das Gesetz macht alle auf erhabene Weise gleich: Es verbietet allen Menschen unter Brücken zu schlafen und Brot zu stehlen - den Armen ebenso wie den Reichen.
— Anatole France
Bewunderung besteht aus Überraschung in Begleitung von etwas Vergnügen und einem Gefühle der Zustimmung.
— Charles Robert Darwin
Jedermann hat sich zu bemühen, sich den Menschen anzupassen.
— Thomas Hobbes
Schuld haben sie beide nicht: Weder der Mensch, noch das Schicksal; sie passen nur immer ganz genau aufeinander.
— Wilhelm Raabe
Wir müssen nicht immer nur versuchen herauszufinden, was uns trennt, sondern was wir gemeinsam haben.
— John Ruskin
Alle Dinge haben ihr Geheimnis, und die Poesie ist das Geheimnis, das alle Dinge haben.
— Frederico Garcia Lorca
Das Gedächtnis hebt die Zeit auf: Es vereint, was dem Anschein nach getrennt vor sich geht.
— Leo Tolstoi
Wenn wir uns einig sind, gibt es wenig, was wir nicht können. Wenn wir uneins sind, gibt es wenig, was wir können
— John F. Kennedy
Man mag nur da guten Rat annehmen, wo er der eigenen Meinung nicht widerspricht.
— Bettina von Arnim
Was die Liebe so lästig macht, ist der Umstand, dass sie ein Verbrechen ist, das man nicht ohne Komplizen begehen kann.
— Charles Baudelaire
Wissen ist die niederste Art nicht vereinigten Wissens; Wissenschaft ist teilweise vereinigtes, Philosophie völlig vereinigtes Wissen
— Herbert Spencer
Die Ruhe ist die natürliche Stimmung eines wohl geregelten, mit sich einigen Herzens.
— Wilhelm von Humboldt