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Sprüche über Kraft

714 Sprüche — Seite 36

Nicht jede Kraft ist laut, sichtbar oder auf Durchsetzung gerichtet. Oft zeigt sie sich gerade dort, wo jemand standhält, weitermacht, verzichtet oder im richtigen Moment Geduld bewahrt. Deshalb umfasst dieses Thema weit mehr als bloße Stärke und reicht bis in den innersten Bereich des menschlichen Lebens.

Innere Kraft bewährt sich besonders in Krisen, wenn weder Beifall noch Gewissheit tragen. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Ausdauer, Hoffnung und Selbstbeherrschung oft mächtiger sind als jeder schnelle Triumph und dass wahre Kraft nicht selten in stiller Festigkeit besteht.

  1. Tugend schärft nur ihre Kraft, wenn sie schweigend schafft.

    Heinrich Martin

  2. Nur was der Geist im tiefsten Ernste schafft, das macht uns heiter, gibt uns Lebenskraft.

    Heinrich Martin

  3. Der Mangel an Geist und Lebenskraft Erstickt im Menschen den Lebenssaft.

    Heinrich Martin

  4. Was stärkt den Geist und macht ihn jung? Aus schöner Zeit – Erinnerung!

    Heinrich Martin

  5. Schwachheit ist die Mutter der Kraft.

    Heinrich Martin

  6. Besitzt man erst einmal die beste Kraft aller Kräfte: Dank auszuteilen sogar den Widerständen, die uns ja nur erzogen haben, so ist das Spiel gewonnen! Was von nun ab unser Innenreich trüben will, i …

    Friedrich Lienhard

  7. Die vornehme Seele hämmert den Schmerz zu Gold; der Schwächling nörgelt, schimpft oder verkümmert und kommt nicht drüber hinweg

    Friedrich Lienhard

  8. Wer nicht viel tragen kann, wohltun und viel vergeben, versteht die Weisheit nicht und nicht die Kunst zu leben

    Johann Kaspar Lavater

  9. Wenn ein Buch die Kraft besitzt, dass ich mich in seiner Gesellschaft vergessen kann, dann werde ich zum Leser.

    Jakob Wassermann

  10. Bei allen Arten von Tätigkeit hängt der Erfolg nur von der inneren Kraft ab.

    Jules Payot

  11. Ängstlichkeit nimmt nicht dem Morgen seine Sorge, aber dem Heute seine Kraft.

    Charles Haddon Spurgeon

  12. Eine törichte Frau bricht die Kraft; aber eine verständnisvolle verdoppelt sie.

    Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke

  13. Die in der Sehnsucht warten, wachsen zu Riesen

    Max Dauthendey

  14. Nächst dem Hunger ist die Eitelkeit die stärkste Triebkraft.

    Marie de Vichy-Chamrond (M. du Deffand)