Sprüche über Kraft
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Nicht jede Kraft ist laut, sichtbar oder auf Durchsetzung gerichtet. Oft zeigt sie sich gerade dort, wo jemand standhält, weitermacht, verzichtet oder im richtigen Moment Geduld bewahrt. Deshalb umfasst dieses Thema weit mehr als bloße Stärke und reicht bis in den innersten Bereich des menschlichen Lebens.
Innere Kraft bewährt sich besonders in Krisen, wenn weder Beifall noch Gewissheit tragen. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Ausdauer, Hoffnung und Selbstbeherrschung oft mächtiger sind als jeder schnelle Triumph und dass wahre Kraft nicht selten in stiller Festigkeit besteht.
Tugend schärft nur ihre Kraft, wenn sie schweigend schafft.
— Heinrich Martin
Nur was der Geist im tiefsten Ernste schafft, das macht uns heiter, gibt uns Lebenskraft.
— Heinrich Martin
Der Mangel an Geist und Lebenskraft Erstickt im Menschen den Lebenssaft.
— Heinrich Martin
Was stärkt den Geist und macht ihn jung? Aus schöner Zeit – Erinnerung!
— Heinrich Martin
Schwachheit ist die Mutter der Kraft.
— Heinrich Martin
Besitzt man erst einmal die beste Kraft aller Kräfte: Dank auszuteilen sogar den Widerständen, die uns ja nur erzogen haben, so ist das Spiel gewonnen! Was von nun ab unser Innenreich trüben will, i …
— Friedrich Lienhard
Die vornehme Seele hämmert den Schmerz zu Gold; der Schwächling nörgelt, schimpft oder verkümmert und kommt nicht drüber hinweg
— Friedrich Lienhard
Wer nicht viel tragen kann, wohltun und viel vergeben, versteht die Weisheit nicht und nicht die Kunst zu leben
— Johann Kaspar Lavater
Wenn ein Buch die Kraft besitzt, dass ich mich in seiner Gesellschaft vergessen kann, dann werde ich zum Leser.
— Jakob Wassermann
Bei allen Arten von Tätigkeit hängt der Erfolg nur von der inneren Kraft ab.
— Jules Payot
Ängstlichkeit nimmt nicht dem Morgen seine Sorge, aber dem Heute seine Kraft.
— Charles Haddon Spurgeon
Eine törichte Frau bricht die Kraft; aber eine verständnisvolle verdoppelt sie.
— Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke
Die in der Sehnsucht warten, wachsen zu Riesen
— Max Dauthendey
Nächst dem Hunger ist die Eitelkeit die stärkste Triebkraft.
— Marie de Vichy-Chamrond (M. du Deffand)