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Sprüche über Schicksal

459 Sprüche — Seite 17

Was dem Menschen widerfährt, entzieht sich oft seiner Planung und wird doch im Rückblick als Teil eines größeren Zusammenhangs gedeutet. Schicksal steht für jene Mischung aus Zufall, Notwendigkeit und Deutung, die das Leben geheimnisvoll und bisweilen widersprüchlich erscheinen lässt. Darum fasziniert dieses Thema seit Jahrhunderten.

Sein eigentlicher Kern liegt nicht nur im Geschehen selbst, sondern in der Frage, wie darauf geantwortet wird. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten das Verhältnis von Fügung und Freiheit und zeigen, wie eng äußeres Ereignis und innere Haltung miteinander verknüpft sind.

  1. Das Glück wächst und blüht am Wegesrand, vorausgesetzt, man ist auf dem richtigen Weg.

  2. Ein konsequenter Mensch glaubt an das Schicksal, ein launenhafter an den Zufall.

    Benjamin Disraeli

  3. Schmerz und Freude liegt in einer Schale; ihre Mischung ist der Menschen Los.

    Johann Gottfried Seume

  4. Ich glaube, dass das Glück nur in der heiteren Auffassung des Lebens und in der Vortrefflichkeit des Herzens und nicht in den äußeren Umständen liegt.

    Fjodor M. Dostojewski

  5. Ob etwas ein Unglück oder ein Glück war, wissen wir frühestens fünf Jahre später.

  6. Sie müssen denken, dass das Leben Sie nicht vergessen hat, dass es Sie in er Hand hält. Es wird Sie nicht fallen lassen.

    Rainer Maria Rilke

  7. Das Schicksal nimmt manchmal, um nicht zu schrecken, die launige Miene des Zufalls an.

    Johann Nepomuk Nestroy

  8. Wenn etwas gewaltiger ist als das Schicksal, so ist es der Mut, der es unerschüttert trägt.

    Franz Emanuel August Geibel

  9. Möge dein Weg stets aufwärts führen, auch wenn du tiefe Täler und dunkle Schluchten zu durchwandern hast. Möge Gott persönlich dein Wegweiser sein.

  10. Was das Schicksal mit schwarzer Tinte schreibt, kann die Sonne nicht bleichen

  11. Überlass dein Boot auf dem Meere des Schicksals nicht den Wellen, sondern rudere selbst; aber rudere nicht ungeschickt.

    August von Platen

  12. Bei furchtbaren Schicksalsschlägen das ganz Gewöhnliche tun, das hilft uns über den Abgrund.

    Martin Kessel

  13. Des Lebens Kunst ist leicht zu lernen und zu lehren; du must vom Schicksal nie zu viel begehren. Der, welchem ein bescheidenes Los genügt, hat einen Schatz, der nie versiegt. Dem Unersättlichen in …

    Ludwig Bechstein

  14. Schicksal und sich schicken scheinen mir nicht ohne Bedeutung nahe verwandt. Wie wir uns schicken, so ist unser Schicksal.

    Novalis

  15. Was kann das Holz dafür, wenn es als Geige erwacht?

    Arthur Rimbaud

  16. Nichts von dem Guten, das uns widerfährt, ist selbstverständlich

    Albert Schweitzer

  17. Abschied nehmen bedeutet immer ein wenig sterben.

  18. Es kommt das Leid, es geht die Freud', es kommt die Freud', da geht das Leid - die Tage sind nimmer dieselben.

    Theodor Storm

  19. Ach, meine Lieben! Wie oft im Leben wirft uns das Schicksal seinen tragischen Hut vor die Füße, und wir mögen tun, was wir wollen, Verdruß gibt's doch

    Wilhelm Busch

  20. Abhängigkeit ist das Los der Frauen; Macht ist, wo die Bärte sind.

    Jean-Baptiste Molière