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Sprüche über Vertrauen

236 Sprüche — Seite 5

Ohne Vertrauen bleibt selbst Nähe unsicher und jedes Miteinander brüchig. Es ist die Bereitschaft, sich dem anderen zu öffnen, ohne völlige Kontrolle zu behalten, und macht damit Beziehungen erst wirklich lebendig. Deshalb gehört dieses Thema zu den kostbarsten und zugleich verletzlichsten Kräften des menschlichen Lebens.

Sein Wert zeigt sich besonders dort, wo Enttäuschung möglich wäre und dennoch Zuversicht gewagt wird. Vertrauen wächst langsam, bewährt sich im Alltag und kann durch Verlässlichkeit stärker werden als durch jedes große Versprechen.

  1. Nur absoluten Egoisten kann man wirklich trauen. Die laufen immer formgemäß.

    John Steinbeck

  2. Vertrauen ist Mut und Treue ist Kraft.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  3. Die Freundschaft lebt vom ungehinderten Gedankenaustausch

    Michel de Montaigne

  4. Das Vertrauen gibt dem Gespräch mehr Stoff als der Geist.

    François de la Rochefoucauld

  5. Man sollte nie einer Frau trauen, die einem ihr wirkliches Alter verrät. Eine Frau, die einem das erzählt, würde einem auch alles andere erzählen.

    Oscar Wilde

  6. Sobald du dir vertraust, sobald weisst du zu leben.

    Johann Wolfgang von Goethe

  7. Was ist ein Freund? Eine einzige Seele, die in zwei Körpern wohnt.

    Aristoteles

  8. Im Unglück erst bewährt sich Männerkraft, und Freundestreue prüft man erst im Sturm.

    Theodor Körner

  9. Ich aber weiß, was wenige Menschen glauben, dass wahre Freundschaft zarter ist als Liebe.

    Platon

  10. Gib dein Herz als eine Krone, gib es einem, der dich liebt, gib es auch nur dem zum Lohne, der dafür das seine gibt.

  11. Die Gutmütigkeit gemeiner Menschen gleich dem Irrlicht. Vertraue nur seinem gleißenden Schein, es führt dich gewiss in den Sumpf.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  12. Zuviel Vertrauen ist häufig eine Dummheit, zuviel Mißtrauen ist immer ein Unglück.

    Johann Nepomuk Nestroy

  13. Was uns gewöhnlich hindert, unsere Freunde auf den Grund unseres Herzens blicken zu lassen, ist nicht so sehr Misstrauen gegen sie als gegen uns.

    François de la Rochefoucauld

  14. Wer seinem Chef nicht vertrauen kann, obschon er keine andere Wahl hat und diese dann nutzt, zeigt Vertrauen ins Misstrauen und stellt damit eine besondere Art von Vorstandsbefähigung für spätere …

    Christa Schyboll

  15. Wahrheit ist das Sprechen einer vertrauten Seele zu einer vertrauten Seele.

    Carl Friedrich Paul Ernst

  16. Gewiss ist es, dass eine einzige Stunde vertraulicher Mitteilung zwei fremde Menschen einander näher bringt als ganze Jahre gewöhnlichen Beisammenlebens.

    Friedrich von Bodenstedt

  17. Nur Pessimisten schmieden das Eisen, solange es heiß ist. Optimisten vertrauen darauf, dass es nicht erkaltet.

    Kazimierz Bartoszewicz

  18. Selbstvertrauen ist die Quelle des Vertrauens zu anderen.

    François de la Rochefoucauld

  19. Vertrauen ist der größte Ansporn, fehlt das, so fehlt alles. All diese Erfindungen zur Vernichtung des Menschengeschlechts finde ich scheußlich.

    Maria Theresia von Österreich

  20. Die Kraft eines Volkes sollte man nach dem Maß seines Frohsinns messen. Wo Ernst ist, ist auch Sklaverei. Vertraue den Heiteren mehr als den Bedächtigen, sie sind lebensfähiger.

    Carl Ludwig Schleich