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Sprüche über Zeit

858 Sprüche — Seite 40

Nichts vergeht leiser und wirkt zugleich mächtiger auf das menschliche Leben ein als die Zeit. Sie ordnet Erinnerungen, heilt Wunden, vertieft Verluste und macht sichtbar, was Bestand hat und was nur vorübergehend schien. Darum ist sie weit mehr als ein Maß des Alltags, nämlich die unsichtbare Form aller Erfahrung.

Ihre Härte liegt darin, dass sie sich weder festhalten noch zurückholen lässt. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Vergänglichkeit, Geduld und Gegenwart zu klugen Einsichten und erinnern daran, dass der wahre Wert eines Augenblicks oft erst erkannt wird, wenn er bereits vergangen ist.

  1. Aus der Myrte jungem Grün ließ die Zeit euch Silber blüh'n. Die Zukunft strahle froh und hold und winde euch den Kranz von Gold.

  2. Der Mann, der zu beschäftigt ist, sich um seine Gesundheit zu kümmern, ist wie ein Handwerker, der keine Zeit hat, seine Werkzeuge zu pflegen.

  3. Wenn eine Zeit zuviel glaubt, ist es nur eine natürliche Reaktion, dass eine andere zuwenig glaubt.

    Henry Thomas Buckle

  4. Der weiseste aller Ratgeber: die Zeit.

    Perikles

  5. Jugend ist kein Lebensabschnitt, sondern eine Geisteshaltung.

    Perikles

  6. Jede Stunde ist ein Baustein für die Zukunft.

  7. Die Zeit ist auch Ewigkeit. Die Ewigkeit, deren Flügelschläge die Menschen hören, deren Schläge sie zählen können.

    Jeremias Gotthelf

  8. Eine Welt in einem Sandkorn zu sehen und einen Himmel in einer Wildblume, die Unendlichkeit in einer Hand zu halten und die Ewigkeit in einer Stunde

    William Blake

  9. Die Tage der Vergangenheit überdecken allmählich alle, die auch ihnen noch vorausgegangen sind, und werden ihrerseits wiederum unter denen begraben, welche auf sie folgen.

    Marcel Proust

  10. Bedenke in allem, was du tust, vorher Zeit und Ort

    Francois Rabelais

  11. Die Welt ist ein Schauplatz: Du kommst, du siehst und gehst vorüber

    Matthias Claudius

  12. Die Zeit, welche die Technik erspart, kostet der Bürokrat, der sie organisiert

    Ludwig Marcuse

  13. Nicht jede Zeit findet ihren großen Mann, und nicht große Fähigkeit findet ihre Zeit

    Jacob Christoph Burckhardt

  14. Wer die Zeit verklagen will, dass so zeitig sie verraucht, der verklage sich nur selbst, dass er sie nicht zeitig braucht

    Friedrich von Logau

  15. Man sollte von Zeit zu Zeit von sich zurücktreten wie ein Maler von seinem Bilde

    Christian Morgenstern

  16. Der Wert eines guten Abkommens beruht auf seiner Dauer.

    Dschuang Dsi

  17. Große Männer sind die Koeffizienten ihres Jahrhunderts.

    Hermann Ludwig Ferdinand von Helmholtz

  18. Die Kunst ist in steter Wandlung begriffen. Zeitlose Kunst gibt es nicht, aber die Zeit umspannt das Gestern und das Morgen.

    Ernst von Dombrowski

  19. Wie kurz ist das Leben. Und warum wollen wir es mit unseren Beängstigungen noch mehr verkürzen?

    Ludwig Tieck

  20. Eine Stunde ist nicht lediglich eine Stunde; sie ist ein Gefäß, das mit Düften, Tönen, Plänen und Klimaten gefüllt ist.

    Marcel Proust