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Sprüche über Zufriedenheit

779 Sprüche — Seite 25

Nicht Überfluss, sondern inneres Einverstandensein entscheidet oft darüber, ob ein Leben als reich empfunden wird. Zufriedenheit ist keine laute Begeisterung, sondern eine stille Form von Ordnung zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Gerade deshalb wirkt sie unscheinbar und erweist sich doch als eine der kostbarsten menschlichen Haltungen.

Sie entsteht selten aus Besitz allein, sondern aus Maß, Dankbarkeit und der Fähigkeit, das Wesentliche zu erkennen. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass Zufriedenheit weder Stillstand noch Anspruchslosigkeit bedeutet, sondern jene Ruhe, in der das Leben nicht kleiner, sondern klarer erscheint.

  1. Jedes Lebendige freut sich seines Lebens. Es fragt und grübelt nicht wozu es da sei. Sein Dasein ist im Zweck und sein Zweck das Dasein.

    Johann Gottfried Herder

  2. Am freiesten wird der sein, der am wenigsten Bedürfnisse hat.

    Hans Thoma

  3. Besser ein kleines Feuer, das dich wärmt, als ein großes, das dich verbrennt.

    Thomas Hardy

  4. Ergebung in sein Schicksal ist die erste Forderung der Natur an den Menschen.

    Friedrich Maximilian von Klinger

  5. Eigentlich gibt es kaum etwas Schöneres auf Erden als Durst, den man stillen kann. Drei Tage Wüste ohne Getränke und dann einen Eimer Wasser, das ist der Himmel auf Erden.

    Thomas Edward Lawrence

  6. Arbeit als Freude - unzugänglich den Psychologen.

    Franz Kafka

  7. Mein Kind, es sind allhier die Dinge, gleichviel, ob große, ob geringe, im wesentlichen so verpackt, dass man sie nicht wie Nüsse knackt.

    Wilhelm Busch

  8. Gott hat dir heute 86.400 Sekunden geschenkt. Hast du eine dazu verwendet, "Danke" zu sagen?

  9. Höflich und bescheiden sein zieret alle gross und klein.

  10. Alle Vergnügungen auf jede Weise genießen zu wollen, ist unvernünftig. Alle Vergnügungen ganz vermeiden zu wollen, ist gefühllos.

    Plutarch

  11. Derjenige, der seinen Durst gestillt hat, kehrt der Quelle den Rücken zu.

    Baltasar Gracián y Morales

  12. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen Menschen gibt, der nicht immer neue Bedürfnisse hat.

    Ludwig Erhard

  13. Genug zu haben ist Glück. Mehr als genug zu haben ist Unglück

    Laotse

  14. Ist einer heiter, so ist es einerlei, ob er jung oder alt, gerade oder bucklig, arm oder reich sei; er ist glücklich.

    Arthur Schopenhauer

  15. Der Vogel singt und fragt nicht, wer ihm lauscht. Die Quelle rinnt, und fragt nicht, wem sie rauscht. Die Blume blüht und fragt nicht, wer sie pflückt. O sorge, Freund, dass gleiches Tun dir glückt …

    Julius Sturm

  16. Glücklich leben und naturgemäß leben ist eins

    Seneca

  17. Das Gute, das man hat, nimmt man als selbstverständlich hin, nd von dem, was einem fehlt, macht man mehr, als man bei richtiger und dankbarer Betrachtung daraus machen sollte.

    Theodor Fontane

  18. Nicht das Schönste auf der Welt soll dir gefallen, sondern, was dir wohl gefällt, sei dir das Schönste von allem.

    Friedrich Rückert

  19. Die wahre Ruhe der Gemüter ist Tugend und Genügsamkeit

    Christian Fürchtegott Gellert

  20. Hast du dich in der Krankheit endlich wohnlich eingerichtet, kommt die Heilung