Sprüche über Zweifel
209 Sprüche — Seite 7
Zwischen blindem Glauben und sicherem Wissen hat der Zweifel seinen eigentümlichen Platz. Er stört bequeme Gewissheiten, prüft scheinbar Festes und kann dadurch lähmen oder vertiefen. Deshalb gehört dieses Thema zu den produktiven, aber auch belastenden Kräften des Denkens und Fühlens.
Nicht jeder Zweifel ist Schwäche, manche Form davon bewahrt vor Selbsttäuschung und Eitelkeit. Er wird erst dann unerquicklich, wenn Prüfen in endloses Zögern umschlägt und kein Entschluss mehr gewagt wird.
Wenn man schon fallen muss, muss man der Gefahr entgegenlaufen.
— Tacitus
Probleme kann man niemals mit der selben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind
— Albert Einstein
Es gibt ein Ziel, aber keinen Weg. Das, was wir Weg nennen, ist Zögern
— Franz Kafka
Gewisse Stubenhocker sind gewohnt, alles zu bezweifeln, weil sie nichts sehen
— Honoré de Balzac
Das Leid ist das schnellste Pferd zur Vollkommenheit.
— Eckhart von Hochheim
Wer der Frau glaubt, betrügt sich, wer ihr nicht glaubt, wird betrogen
Beneide niemanden, denn du weißt nicht, ob der Beneidete im stillen nicht etwas verbirgt, was du bei einem Tausche nicht übernehmen möchtest.
— August Strindberg
Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern.
— Henry Ford
Lügen haben kurze Beine
Ein Nichts vermag das Vertrauen in die eigene Kraft zu erschüttern, aber nur ein Wunder vermag es wieder zu befestigen.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Wenn du die Wahl hast zwischen zwei Übeln, wähle keines von beiden.
— Charles Haddon Spurgeon
Greise glauben alles. Männer bezweifeln alles. Junge wissen alles
— Oscar Wilde
Wer durch des Argwohns Brille schaut, sieht Raupen selbst im Sauerkraut.
— Wilhelm Busch
Nichts ist erbärmlicher als die Resignation, die zu früh kommt.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Klage nicht, dass dir im Leben ward vereitelt manches Hoffen. Hat, was du gefürchtet eben, doch auch meist dich nicht betroffen.
— Friedrich Rückert
In jüngern Tagen war ich des Morgens froh, des Abends weint ich; jetzt, da ich älter bin, beginn ich zweifelnd meinen Tag, doch heilig und heiter ist mir sein Ende
— Johann Christian Friedrich Hölderlin
... man mag sagen, was man will, der passendste Stoff, um Schrullen, die sich nun mal nicht unterdrücken lassen, auf das bescheidenste drin einzuwickeln und im Notfall zu überreichen, ist der St …
— Wilhelm Busch
Wenn das Lob der Freunde immer ein sehr zweideutiges bleibt, so darf man dagegen dem Neid der Feinde vertrauen
— Carl Leberecht Immermann
Weiche dem Übel nicht, geh mutiger ihm entgegen.
— Vergil
Der Nagel, der hervorsteht, wird flach gehämmert