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Sprüche über Zweifel

209 Sprüche — Seite 8

Zwischen blindem Glauben und sicherem Wissen hat der Zweifel seinen eigentümlichen Platz. Er stört bequeme Gewissheiten, prüft scheinbar Festes und kann dadurch lähmen oder vertiefen. Deshalb gehört dieses Thema zu den produktiven, aber auch belastenden Kräften des Denkens und Fühlens.

Nicht jeder Zweifel ist Schwäche, manche Form davon bewahrt vor Selbsttäuschung und Eitelkeit. Er wird erst dann unerquicklich, wenn Prüfen in endloses Zögern umschlägt und kein Entschluss mehr gewagt wird.

  1. Im Glück sei nicht übermütig, im Unglück nicht verzagt.

    Diogenes Laertius

  2. Man kann Vorsicht Furcht, man kann Mut Leichtfertigkeit nennen.

    Otto von Bismarck

  3. Man muss sich einer Gefahr nicht bewusst sein, um sich zu fürchten. Es sind die unbekannten Gefahren, die uns die größte Angst einflößen.

    Alexandre Dumas

  4. Schlimmer als die böse Tat ist das Böse-sein

    Dietrich Bonhoeffer

  5. Der Mensch verzweifelt leicht, aber im Hoffen ist er doch noch größer.

    Theodor Fontane

  6. Jede neue Idee, die man vorbringt, muss auf Widerstand stoßen. Der Widerstand beweist übrigens nicht, dass die Idee richtig ist.

    André Gide

  7. Ein Tag, der morgens beginnt, kann nicht mehr gut werden

    Ernest Miller Hemingway

  8. Wer eine Wahrheit verbergen will, braucht sie nur offen auszusprechen - sie wird einen ja doch nicht geglaubt.

    Charles de Talleyrand

  9. Wer jeden Schritt vorher lange überlegt, bringt sein ganzes Leben auf einem Bein zu.

  10. Besser ein Zweifler, der manchmal glaubt, als ein Gläubiger, der nie zweifelt.

    Josef Bordat

  11. Eine Lüge schleppt zehn andere nach sich

  12. Gibt es eine Partei der Leute, die nicht sicher sind, recht zu haben? Bei der bin ich Mitglied.

    Albert Camus

  13. Der Mangel an Bildung bringt die Unverschämtheit hervor, doch die vernünftigen Überlegungen das Zaudern.

    Perikles

  14. Die schlimmsten Fehler werden gemacht in der Absicht, einen begangenen Fehler wieder gutzumachen.

    Jean Paul

  15. Der Mensch beginnt nicht leicht zu denken. Sobald er aber erst einmal den Anfang damit gemacht hat, hört er nicht mehr auf.

    Jean-Jacques Rousseau

  16. Was das Auge nicht sieht, beschwert das Herz nicht.

  17. Der Beruf ist eine Schutzwehr, hinter welche man sich erlaubterweise zurückzieht, wenn Bedenken und Sorgen allgemeiner Art einen anfallen.

    Friedrich Nietzsche

  18. Wer ins Feuer bläst, dem fliegen die Funken in die Augen

  19. Mit Misstrauen täuscht man sich viel mehr in den Menschen als mit Vertrauen.

    Richard Rothe

  20. Wenn es zum Handeln kommt, dann seit ihr Männer feig, feig wie erschrockene Mäuse.

    John Knittel