584 Sprüche — Seite 3
Kaum etwas wird so gern vermieden und ist doch so unvermeidlich wie der Fehler. In ihm zeigt sich menschliche Begrenzung, aber auch die Möglichkeit, aus Irrtum Erkenntnis zu gewinnen und sich weiterzuentwickeln. Deshalb gehört dieses Thema nicht nur zur Schwäche, sondern ebenso zur Reifung eines Menschen.
Entscheidend ist weniger, ob ein Fehler geschieht, als wie mit ihm umgegangen wird. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Schuld und Lernfähigkeit, Nachsicht und Selbstkritik und machen deutlich, dass Fortschritt oft erst dort beginnt, wo Unvollkommenheit nicht geleugnet, sondern ehrlich angenommen wird.
Gewöhnliche Sterbliche müssen für die Fehler selbst büßen. Wenn Ärzte oder Richter irren, büßen die anderen.
— George Bernard Shaw
Es ist unser Irrtum, dass wir den Tod in der Zukunft erwarten. Er ist zum Großteil schon vorüber. Was in unserem Leben hinter uns liegt, hat der Tod.
— Seneca
Wer sich zum Ärger hinreissen lässt, büsst für die Sünden anderer.
— Konrad Adenauer
Der Fehler eines Augenblicks bedeutet manchmal lebenslange Reue.
Stolze Menschen verirren sich lieber als nach dem Weg zu fragen
— Winston Churchill
Wenn einmal etwas nicht gelingt und andere drüber lachen, dann wein nicht, lache fröhlich mit, die solln es erst besser machen.
Wer glaubt, niemals zu irren, der irrt
— Wilhelm Raabe
Durch ein Unterlassen kann man genauso schuldig werden wie durch Handeln.
— Konrad Adenauer
Es ist kein Schaden so groß, dass er nicht auch einen Nutzen hat.
Jeder muss jemanden lieb haben. Die Tragödie ist, dass so viele Menschen sich selbst wählen.
— Albert Schweitzer
Planung ersetzt den Zufall durch Irrtum.
— Albert Einstein
Der Mensch ist kein Baum. Wenn er am falschen Platz steht, sollte er sich einen anderen suchen.
— Buddha
Es ist ein großer Vorteil im Leben, die Fehler, aus denen man lernen kann, möglichst frühzeitig zu machen.
— Winston Churchill
Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, wird am Ende recht behalten
— Winston Churchill
Wer Unrecht, das ihm zugefügt wird, schweigend hinnimmt, macht sich mitschuldig.
— Mahatma Gandhi
Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben
— Johann Wolfgang von Goethe
Die Schilderung der schlechten Charaktere gelingt oft besser als die der guten, weil sie in uns selber schlummern.
— Friedrich Georg Jünger
Der Irrtum des Vorgesetzten schadet dem Untergebenen.
Die Demokratie ist die Verzweiflung darüber, dass es keine Helden gibt, die dich regieren; und befriedigt sein darüber, dass man sich mit ihrem Fehlen abfinden muss
— Thomas Carlyle
Wer es einem Vorgesetzten gleichtun will, beginnt mit den schlechten Eigenschaften.