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Sprüche über Fehler

584 Sprüche — Seite 4

Kaum etwas wird so gern vermieden und ist doch so unvermeidlich wie der Fehler. In ihm zeigt sich menschliche Begrenzung, aber auch die Möglichkeit, aus Irrtum Erkenntnis zu gewinnen und sich weiterzuentwickeln. Deshalb gehört dieses Thema nicht nur zur Schwäche, sondern ebenso zur Reifung eines Menschen.

Entscheidend ist weniger, ob ein Fehler geschieht, als wie mit ihm umgegangen wird. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Schuld und Lernfähigkeit, Nachsicht und Selbstkritik und machen deutlich, dass Fortschritt oft erst dort beginnt, wo Unvollkommenheit nicht geleugnet, sondern ehrlich angenommen wird.

  1. Die Schilderung der schlechten Charaktere gelingt oft besser als die der guten, weil sie in uns selber schlummern.

    Friedrich Georg Jünger

  2. Ein verfehlter Beruf verfolgt uns durch das ganze Leben.

    Honoré de Balzac

  3. Es ist gut, dass niemand fehlerfrei ist; denn er würde keinen einzigen Freund in der Welt haben.

    William Hazlitt

  4. Die eigenen Fehler sieht man ein, wenn sie einem an den eigenen Kindern entgegentreten.

  5. Jeder Mensch kann irren, aber Dummköpfe verharren im Irrtum!

    Marcus Tullius Cicero

  6. Wenn's besser kommt als vorausgesagt, dann verzeiht man sogar dem falschen Propheten...

    Ludwig Erhard

  7. Das Übel liegt doch nicht darin, dass wir die Feinde hassen, von denen wir nur wenige haben, sondern darin, dass wir unsere Nächsten nicht genügend lieben, von denen wir so viele haben wie Sand am Mee …

    Anton Tschechow

  8. Man lebt nicht lange genug, um aus seinen Fehlern zu lernen. Sie begleiten uns das ganze Leben hindurch; und nach allem Irren bleibt uns schließlich nur übrig, gebessert zu sterben.

    Jean de la Bruyère

  9. Man kann sich wohl in einer Idee irren, man kann sich aber nicht mit dem Herzen irren.

    Fjodor M. Dostojewski

  10. Je länger der Sünder die Buße verschiebt, um so mehr Züchtigung hat er zu erwarten.

    Antonius von Padua

  11. Man fällt nicht über seine Fehler. Man fällt über seine Feinde, die diese Fehler ausnutzen

    Kurt Tucholsky

  12. Wegen einer Sünde darf man nicht zweimal büßen.

  13. Die Freunde nennen sich aufrichtig, die Feinde sind es: Daher man ihre Tadel zur Selbsterkenntnis benutzen sollte, als eine bittere Arznei.

    Arthur Schopenhauer

  14. Ein Fehler beweist nur, dass da jemand, statt bloß zu reden, auch mal etwas getan hat.

  15. Es gibt nur zwei Todsünden: Die Bosheit und den Egoismus

    Rupert Johann Hammerling

  16. Der Umgang mit einem Egoisten ist darum so verderblich, weil die Notwehr uns allmählich zwingt, in seine Fehler zu verfallen.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  17. Nur bedeutende Menschen haben bedeutende Fehler

    François de la Rochefoucauld

  18. Die Fehler erkennt ein Fremder sofort, die Vorzüge erst sehr viel später.

    Romain Rolland

  19. Ein Verstand, der nur Logik ist, gleicht einem Messer, das nichts ist als Klinge. Die Hand wird blutig beim Gebrauch.

    Rabindranath Tagore

  20. Zu sehen, wie jemand eine gute Tat tut, heißt alle seine Fehler vergessen.