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Sprüche über Genuss

253 Sprüche — Seite 13

Wahrer Genuss beginnt dort, wo der Augenblick nicht hastig verbraucht, sondern wirklich wahrgenommen wird. Er verbindet Sinne, Gegenwart und Dankbarkeit und macht aus etwas Gewöhnlichem oft eine Erfahrung von besonderer Dichte. Deshalb gehört dieses Thema zu den feinen Formen gelebter Lebenskunst.

Seine Würde liegt nicht im Übermaß, sondern im bewussten Erleben. Genuss setzt Offenheit voraus und zeigt, dass Reichtum oft weniger mit Besitz als mit der Fähigkeit zu tun hat, Schönes und Gutes wirklich aufnehmen zu können.

  1. Die Gegenwart, in der der Mensch lebt, wird nicht für ihn genußreich durch ruhigen Besitz des Erworbenen, sondern durch das Streben nach höheren Zielen.

    Friedrich Adolf Wilhelm Diesterweg

  2. Eine Frau ist nur eine Frau, aber eine gute Zigarre kann man rauchen.

    Rudyard Kipling

  3. Wie viel geht nicht vielen auf so langem Weg verloren: Gesundheit, Kräfte, selbst die Neigung und die Fähigkeit, Einfaches zu genießen.

    Alexander von Villers

  4. Es ist so leicht, sich behaglichen Genuss zu verschaffen, dass man nur Staunen muß, wie selten er zu finden ist.

    Alexander von Villers

  5. Wer sich darauf versteht das Leben zu genießen, muss keine Reichtümer anhäufen.

  6. Wenn man die Wahl hat zwischen Austern und Champagner, so pflegt man sich in der Regen für beides zu entscheiden.

    Theodor Fontane

  7. Wohl dem, der, ohne sich mit andern zu vergleichen, den Genuss hin nehmen kann, den die Natur mit der Selbstgemäßheit unzertrennlich verbunden hat!

    Johann Georg Adam Forster

  8. Mit Haben, Gewinnen, Besitzen, Genießen schließt der Ideenkreis eine Kette um den Menschen, die ihn an Staub und Erde fesselt.

    Johann Georg Adam Forster

  9. Etwas Ruhe zum Besinnen, — Jede Atempause feiern und genießen. — Wir wären besinnungslos ohne Ruhe uns zu besinnen.

    Else Pannek

  10. Geniesse mit Phantasie. Alle Genüsse sind letztlich Einbildung, und wer die beste Phantasie hat, hat den größten Genuss.

    Theodor Fontane

  11. Wenn Gott verboten hätte, Wein zu trinken, würde er dann diesen Wein so herrlich haben wachsen lassen?

    Armand Jean du Plessis, Herzog von Richelieu

  12. Jede Frau ist für gutes Essen anfällig.

    Giacomo Casanova

  13. Ich liebe alles, was alt: Alte Freunde, Zeiten, Bräuche, Bücher und Weine.

    Oliver Goldsmith

  14. Fresser und Säufer verstehen nichts vom Essen und vom Trinken.

    Jean Anthelme Brillat-Savarin

  15. Ein echter Feinschmecker, der ein Rebhuhn verspeist hat, kann sagen, auf welchem Bein es zu schlafen pflegte.

    Jean Anthelme Brillat-Savarin

  16. Ich lebe von guter Suppe, nicht von schöner Sprache.

    Jean-Baptiste Molière

  17. Mit einem zufriedenen Geist hast Du genug, um das Leben zu geniessen.

    Titus Maccius Plautus

  18. Die, welche durch Geiz zu Reichtum gelangen, werden ihn nicht lange genießen

  19. Nicht hastig leben! Die Sachen zu verteilen wissen heißt, sie zu genießen verstehen.

    Baltasar Gracián y Morales

  20. Genießen wir, was uns der Tag beschert! Wer weiß, ob solch ein Tag uns wiederkehrt.

    Hafis