Sprüche über Genuss
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Wahrer Genuss beginnt dort, wo der Augenblick nicht hastig verbraucht, sondern wirklich wahrgenommen wird. Er verbindet Sinne, Gegenwart und Dankbarkeit und macht aus etwas Gewöhnlichem oft eine Erfahrung von besonderer Dichte. Deshalb gehört dieses Thema zu den feinen Formen gelebter Lebenskunst.
Seine Würde liegt nicht im Übermaß, sondern im bewussten Erleben. Genuss setzt Offenheit voraus und zeigt, dass Reichtum oft weniger mit Besitz als mit der Fähigkeit zu tun hat, Schönes und Gutes wirklich aufnehmen zu können.
Tee zu servieren, zeugt von Geschmack für das Erlesene, denn Tee macht gesellig und höflich, er ist anregend und bescheiden.
— John Galsworthy
Man muss die Bissen nicht größer machen als das Maul.
Nur Einsamkeit ist Vollgenuss des Lebens
— August von Platen
Ab und zu ist es eine Freude, einen von Wein und Rosen rot gefärbten Tisch zu haben.
— Oscar Wilde
Wer sich einmal verbrannt hat, bläst hernach die Suppe.
Das Leben ist kurz, weniger wegen der kurzen Zeit, die es dauert, sondern weil uns von dieser kurzen Zeit fast keine bleibt, es zu genießen.
— Jean-Jacques Rousseau
Menschen, die das Leben nicht genießen können, sind wirklich ungenießbar.
— Rainer Haak
Wer sein Brot allein isst, muss auch sein Pferd allein satteln.
Übe die Regungslosigkeit, beschäftige dich mit Untätigkeit, finde im Verzicht Genuss, und du siehst das Große im Kleinen, das Viele im Wenigen.
Zorn und Kaffee muss man ganz heiß genießen
Will man in England gut essen, sollte man dreimal täglich frühstücken.
— William Somerset Maugham
Mensch, genieße dein Leben, als müsstest du morgen weggehn; schone dein Leben, als ob du ewig weilest hier.
— Johann Gottfried Herder
Der Brei wird nicht so heiss gegessen, als er aufgetragen wird.
Arbeit ist der Umweg zu allen Genüssen.
— Willy Brandt
Nach dem Essen sollst du stehen oder tausend Schritte gehen
Das Weib ist ein Genußmittel. Ihr Leib ist zu unserem Genuß da, und sie weiß das.
— Leo Tolstoi
Die meisten jagen so sehr dem Genusse nach, dass sie an ihm vorbeilaufen.
— Sören Kierkegaard
Kann eine von der Liebe bereitete Mahlzeit jemals unschmackhaft sein?
— Jean-Jacques Rousseau
Der Genuss des Schönsten vermag nicht zu befriedigen, wenn ich ihn allein für mich haben soll.
— Adolf Friedrich von Schack
Dieselbe Gabe, die einem Mann befähigt Millionen zu erwerben, hindern ihn, sie zu genießen.
— Antoine de Rivarol