Sprüche über Genuss
253 Sprüche — Seite 8
Wahrer Genuss beginnt dort, wo der Augenblick nicht hastig verbraucht, sondern wirklich wahrgenommen wird. Er verbindet Sinne, Gegenwart und Dankbarkeit und macht aus etwas Gewöhnlichem oft eine Erfahrung von besonderer Dichte. Deshalb gehört dieses Thema zu den feinen Formen gelebter Lebenskunst.
Seine Würde liegt nicht im Übermaß, sondern im bewussten Erleben. Genuss setzt Offenheit voraus und zeigt, dass Reichtum oft weniger mit Besitz als mit der Fähigkeit zu tun hat, Schönes und Gutes wirklich aufnehmen zu können.
Die Männer lieben jene Frauen am leidenschaftlichsten, die es verstehen, ihnen die leckersten Dinge vorzusetzen
— Honoré de Balzac
Und im Glück, im Genuss wird der Mensch nicht wachsen, in dem will er immer stillestehen.
— Bettina von Arnim
Die Fackel der Liebe entzündet sich in der Küche.
Die schlechtesten Früchte sind es nicht, woran die Wespen nagen.
— Gottfried August Bürger
Theoretisch sind wir alle entschlossen, das Leben zu genießen, aber die Praxis ist schwierig.
— Charles Lamb
Geschenkter Essig ist besser als gekaufter Honig
Die gute Küche ist das innigste Band der guten Gesellschaft
— Marquis de Vauvenargues
Ach! reines Glück genießt doch nie, Wer zahlen soll und weiß nicht wie!
— Wilhelm Busch
Erholung besteht weder in Untätigkeit noch in bloßem Sinnengenuss, sondern im Wechselgebrauch unserer Körper und Geisteskräfte, denn die Vernunft veredelt
— Karl Julius Weber
Der allein ist weise, der im Sparen zu genießen, im Genuß zu sparen weiß.
— Christoph Martin Wieland
Iß nur, wenn du wirklich hungrig bist, und selten aus Vergnügen.
— Carl Ludwig Schleich
Lebe ein gutes, ehrbares Leben - wenn du älter wirst und zurückdenkst, wirst du es ein zweites Mal geniessen können.
— Dalai Lama
Besser ein kleiner Fisch als gar nichts auf dem Tisch
Dem Satten schmeckt das Beste nicht
Der Mensch, welcher das Leben bloß mit dem Verstand, ohne innere Poesie, genießt, wird Mageres behalten, wie glänzend auch das Geschick dasselbe von außen ausgestattet.
— Jean Paul
Wer im Frühling nicht säet, wird im Sommer nicht ernten, im Herbst und Winter nicht genießen; er trage sein Schicksal.
— Johann Gottfried Herder
Genieße jedes Wetter, solange es die Natur erlaubt.
Der Kluge isst den Braten sofort und das Brot später.
Langsam, Schritt für Schritt, die Treppe weiter hinauf. Wahrlich, die Welt bietet nicht solch ein Übermaß von Genüssen, dass man sie in Sprüngen überfliegen dürfte.
— Wilhelm Raabe
Ein gelassener Mensch kann sogar Steine weich kochen und den Sud genießen.