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Sprüche über Pflicht

413 Sprüche — Seite 19

Nicht alles, was getan werden muss, entspringt Neigung oder persönlichem Vorteil. Pflicht meint jene innere oder äußere Verbindlichkeit, die Handeln fordert, auch wenn es unbequem ist oder keinen unmittelbaren Lohn verspricht. Deshalb gehört dieses Thema zu den ernsten Grundlagen eines verantwortlichen Lebens.

Ihre Würde zeigt sich darin, dass sie den Menschen über bloße Stimmung und Bequemlichkeit hinaushebt. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie eng Pflicht mit Haltung, Verlässlichkeit und dem Bewusstsein verbunden ist, dass Freiheit ohne Bindung leicht ins Beliebige kippt.

  1. Talent ist Verpflichtung, kein Recht.

    Alexander Alexandrowitsch Block

  2. Sechs Stunden sind genug für die Arbeit. Die anderen Stunden sagen zum Menschen: lebe!

    Lukian

  3. Das Gesetz kann niemand zwingen, seinen Nächsten zu lieben, aber es kann es schwieriger für ihn machen, seinem Hass Ausdruck zu geben

    Neill Lawson

  4. Ein Mann mir regelmäßiger Tätigkeit sieht wenig von der normalen Tageswelt.

    John Steinbeck

  5. Dankbarkeit, Dankesschuld, das sind sie schlimmsten Handschellen.

    John Steinbeck

  6. Die Billardkugeln sind besser dran als die Menschen, die sich auch von allen möglichen Tölpeln und Lümmeln umherstoßen lassen müssen, aber mit Gefühl.

    Wilhelm Raabe

  7. Aktionäre sind dumm und frech: Dumm, weil sie Aktien kaufen, und frech, weil sie Dividende haben wollen.

    Carl Fürstenberg

  8. Wo man Gewalt braucht, ist die Lust nicht groß.

    Aristophanes

  9. Das Wesentliche befindet sich unter einem Berg täglichen Kleinkrams.

    Else Pannek

  10. Pflichtbewusstsein aus Gehorsam macht Menschen zu Werkzeugen, schließt Menschlichkeit aus.

    Else Pannek

  11. Anderen die Aufgaben abzunehmen heißt: sie in ihrer Entwicklung zu behindern.

    Else Pannek

  12. Kein noch so zwingender Eid, keine noch so zwingende Vorschrift befreien davon, Herz und Verstand zu gebrauchen.

    Else Pannek

  13. Alle haben wir die Neigung, uns zum Sklaven der Stunde und der Überlieferung zu machen.

    Theodor Fontane

  14. Ich beeile mich, über alles zu lachen, um nicht gezwungen zu sein, darüber zu weinen.

    Pierre Augustin Baron de Beaumarchais

  15. Es gibt noch Menschen, denen das Gewissen befiehlt, ein jeglich Ding dahin zu stellen, wohin es gehört.

    Rudolf von Tavel

  16. Bedenke, was du heute tust, bedenk' auch, was du morgen musst, zumeist bedenke, deinem Leben durch Arbeit Kern und Halt zu geben

    Friedrich Wilhelm Weber

  17. Die Trägen, die zu Hause liegen, erquicket nicht das Morgenrot; Sie wissen nur von Kinderwiegen, von Sorgen, Last und Not um Brot.

    Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

  18. Die Kunst hat nicht die Aufgabe, die Menschen über die Beschaffenheit der Wirklichkeit zu belehren, sondern sie hat die einzige Aufgabe, ihnen das Schöne vorzuführen.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  19. Unter zwei oder mehreren Verbündeten verpflichtet die Abmachung vor allem die Schwächeren.

    Kazimierz Bartoszewicz

  20. Die Ehre verpflichtet zur Sittlichkeit, der Ruhm noch mehr, die Macht am meisten.

    Berthold Auerbach