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Sprüche über Pflicht

413 Sprüche — Seite 3

Nicht alles, was getan werden muss, entspringt Neigung oder persönlichem Vorteil. Pflicht meint jene innere oder äußere Verbindlichkeit, die Handeln fordert, auch wenn es unbequem ist oder keinen unmittelbaren Lohn verspricht. Deshalb gehört dieses Thema zu den ernsten Grundlagen eines verantwortlichen Lebens.

Ihre Würde zeigt sich darin, dass sie den Menschen über bloße Stimmung und Bequemlichkeit hinaushebt. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie eng Pflicht mit Haltung, Verlässlichkeit und dem Bewusstsein verbunden ist, dass Freiheit ohne Bindung leicht ins Beliebige kippt.

  1. Kritik mag unangenehm sein, aber sie ist notwendig. Sie hat dieselbe Aufgabe wie der Schmerz im menschlichen Körper - die Aufmerksamkeit auf einen ungesunden Zustand zu lenken.

    Winston Churchill

  2. Das Leben ist wie Fahrrad fahren. Man muss sich ständig vorwärts bewegen, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren.

    Albert Schweitzer

  3. Was hilft es dir, damit zu prahlen, dass du ein freies Menschenkind? Musst du nicht pünktlich Steuern zahlen, obwohl sie dir zuwider sind?

    Wilhelm Busch

  4. Verschiebe nichts auf morgen, was heut' du kannst besorgen.

  5. Wir leben in einem Zeitalter, in dem die überflüssigen Ideen überhand nehmen und die notwendigen Gedanken ausbleiben

    Joseph Joubert

  6. Wir helfen anderen, um sie zur Gegenhilfe zu verpflichten, und die ihnen erwiesenen Dienste sind daher eigentlich nur Wohltaten, die wir uns selbst im Voraus erweisen.

    François de la Rochefoucauld

  7. Auch das Zufälligste ist nur ein auf entfernterem Wege herangekommenes Notwendiges.

    Arthur Schopenhauer

  8. Für das Leben wird ein Ideal benötigt. Ein Ideal ist jedoch nur dann Ideal, wenn es Vollkommenheit ist.

    Leo Tolstoi

  9. Es kann nicht die Aufgabe eines Politikers sein, die öffentliche Meinung abzuklopfen und dann das Populäre zu tun. Aufgabe des Politikers ist es, das Richtige zu tun und es populär zu machen.

    Walter Scheel

  10. Wenn man die Kleider auszieht, soll man auch die Sorgen ausziehen.

  11. Der Mensch sollte lesen, wozu es ihn gerade treibt; was er nur aus Pflichtgefühl liest, wird ihm wenig nützen.

    François de la Rochefoucauld

  12. Staatsmänner sind nicht nur verpflichtet, Argumente zu verwenden, die sie nicht für schlüssig halten; sie müssen auch Meinungen verteidigen, die sie nicht für wahr halten.

    Walter Bagehot

  13. Den Feierabend muss man am Morgen suchen.

  14. Das Regieren in einer Demokratie wäre wesentlich einfacher, wenn man nicht immer wieder Wahlen gewinnen müsste.

    Georges Clemenceau

  15. Ich lüge nie, doch niemand kann mich zwingen, die Wahrheit zu sagen.

    Charles de Talleyrand

  16. Das Schlimmste, was Hitler uns angetan hat - und er hat uns viel angetan - ist doch dies gewesen, dass er uns in die Scham gezwungen hat, mit ihm und seinen Gesellen gemeinsam den Namen Deutsche …

    Theodor Heuss

  17. Die Menschheit ist zum Werkzeug ihrer Werkzeuge geworden.

    Henry David Thoreau

  18. Bitten von Höhergestellten klingen immer stark nach Befehlen.

    Henry Fielding

  19. Wie wir die Arbeit anschauen, so schaut uns die Arbeit wieder an

  20. Neben der edlen Kunst, Dinge zu verrichten, gibt es die edle Kunst, Dinge unverrichtet zu lassen.