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Sprüche über Tot

313 Sprüche — Seite 15

Wenn Leben erloschen ist, bleibt für die Zurückbleibenden eine Wirklichkeit, die schwer in Worte zu fassen ist. Das Totsein markiert jene endgültige Grenze, an der Bewegung, Stimme und Gegenwart enden und Erinnerung an ihre Stelle tritt. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur das Denken, sondern vor allem das Empfinden.

Seine Schwere liegt in der Unumkehrbarkeit und in der Leere, die danach zurückbleibt. Die Sprüche zu diesem Thema geben dem Blick auf das Ende des Lebendigen eine ernste Sprache und lassen spüren, wie nah Totsein und Erinnerung beieinander liegen.

  1. Wir rühmen uns des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus. In ihm ist uns Heil geworden und Auferstehung und Leben. Durch ihn sind wir erlöst und befreit.

  2. 's Alter ist eine Krankheit, an der man sterben muss.

  3. Wird einer früh vom Tod betroffen, heißt´s gleich, der hat sich tot gesoffen. Ist´s einer von den guten Alten, dann heißt´s gleich: Den hat der Wein erhalten.

  4. Wer einen Menschen tötet, tötet ein vernünftiges Wesen, Gottes Ebenbild; aber wer ein gutes Buch vernichtet, tötet die Vernunft selbst, tötet das Ebenbild Gottes, sozusagen als Abbild.

    John Milton

  5. Liegt der Bauer tot im Keller, war der Knecht mal wieder schneller.

  6. Ein Ideal, für das ein Mann oder eine Frau nicht kämpfen wollen, stirbt - das ist ein Naturgesetz.

    Kurt Tucholsky

  7. Ein lebendiger Esel gilt mehr als ein toter Doktor.

  8. Das Leben besteht nicht aus siebzig Jahren, sondern die siebzig Jahre bestehen aus einem fortwehenden Leben, und man hat allemal gelebt und genug gelebt, man sterbe, wann man will.

    Jean Paul

  9. Das Leben gab den Sterblichen nichts ohne große Arbeit.

    Horaz

  10. Die Tradition ist eine Ausdehnung des Wahlrechts. Tradition ist die Demokratie der Toten.

    Gilbert Keith Chesterton

  11. Die Stunde kommt, die Stunde kommt, wo du an Gräbern stehst und klagst.

    Hermann Ferdinand Freiligrath

  12. Österreich ist ein seltsames Land. Man muss hier unbedingt schon gestorben sein, damit einen die Leute leben lassen.

    Gustav Mahler

  13. Schlimmer als sterben ist die schimpfliche Ruhe.

    Niccolò Tommaseo

  14. Wo keine Hoffnung ist, gibt es kein Sterben.

    Samuel Johnson

  15. Ein jeder Tag bricht dir was ab von deiner Schönheit bis ins Grab.

    H. J. Christoph von Grimmelshausen

  16. Die Wirkung, die der Mensch ausübt, ist der einzige Beweis, dass er lebt. Solange noch eine klägliche Erinnerung bleibt, ist der Mensch noch nicht tot.

    John Steinbeck

  17. Nackt ward ich zur Welt geboren, nackt scharrt man in's Grab mich ein: Also hab' ich durch mein Sein nichts gewonnen, nichts verloren.

    Aloys Blumauer

  18. Vor dem Sterben ist es gut, wenn der Mensch alleine ist.

    Reinhold Messner

  19. Der ewige Friede paßt als Aufschrift über Kirchhofspforten; denn nur die Toten schlagen sich nicht mehr.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  20. Man glaub gewöhnlich, es gibt keine Steigerungsform von tot. Diese gibt es aber doch: ausgestorben

    Martin Kessel