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Sprüche über Vergänglichkeit

493 Sprüche — Seite 5

Alles, was den Menschen umgibt und bewegt, trägt den Zug des Vorübergehenden in sich. Schönheit vergeht, Nähe verändert sich, Stunden entschwinden, und gerade in dieser Endlichkeit erhält das Leben seine Schärfe und seinen Ernst. Deshalb gehört Vergänglichkeit zu den stillen Grundthemen jeder tiefen Lebensbetrachtung.

Aus ihr erwächst nicht nur Wehmut, sondern auch ein besonderer Sinn für Gegenwart und Wertschätzung. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Verlust und Erkenntnis verbunden sind und warum das Bewusstsein des Endlichen viele Dinge nicht kleiner, sondern kostbarer erscheinen lässt.

  1. Die Sonne sank, bevor es Abend wurde.

  2. Das ganze Leben wird dem Glücklichen zu kurz. Dem Leidenden nimmt eine Nacht kein Ende.

    Max Jacob

  3. Nimm die Zahl deiner Jahre mit Freundlichkeit an und gib deine Jugend mit Anmut zurück, wenn sie endet.

  4. Man sagt "in jungen Jahren" und "in alten Tagen". Weil die Jugend Jahre und das Alter nur noch Tage vor sich hat.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  5. Der Pfingsttag kennt keinen Abend, denn seine Sonne, die Liebe, geht nie unter.

    Theodor Fontane

  6. Es ist viel dunkler, wenn ein Stern erlischt, als es sein würde, wenn er nie gestrahlt hätte.

    George Bernard Shaw

  7. Wage es anzufangen! Wer das rechte Leben stets herausschiebt, gleicht dem Landmann, der am Fluss darauf wartet, dass das Wasser ausläuft, bevor er ihn überquert.

    Horaz

  8. Unrecht ist gegraben in Metall. Wohltat in die Flut geschrieben.

  9. Staatsmänner und schöne Frauen haben kein Gefühl für ihren allmählichen Verfall.

    Philip Chesterfield

  10. Die Liebe kann, wie das Feuer, nicht ohne ständigen Antrieb bestehen; sie hört auf zu leben, sobald sie aufhört zu hoffen oder zu fürchten.

    François de la Rochefoucauld

  11. Wem man alles verziehen hat, mit dem ist man fertig.

    Sigmund Freud

  12. Wer die Menschen ruinieren will, braucht ihnen nur alles zu erlauben.

    Napoleon

  13. Der größte Verlust für das Leben ist das Hinausschieben.

    Seneca

  14. Ein Freund ist schwer zu finden und leicht zu verlieren.

  15. Das Leben des Menschen ist wie eine Kerze im Wind.

  16. Tradition heißt nicht, Asche aufzubewahren, sondern die Flamme am Brennen zu halten.

    Jean Jaurès

  17. Laß dich nicht ängstigen, nichts dich erschrecken. Alles geht vorüber.

    Theresia von Avila

  18. Alles ist Windhauch.

  19. Freundschaft ist wie eine Spur, die im Sand verschwindet, wenn man sie nicht beständig erneuert.

  20. Übel gewonnen - übel zerronnen.