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Sprüche über Vergänglichkeit

493 Sprüche — Seite 9

Alles, was den Menschen umgibt und bewegt, trägt den Zug des Vorübergehenden in sich. Schönheit vergeht, Nähe verändert sich, Stunden entschwinden, und gerade in dieser Endlichkeit erhält das Leben seine Schärfe und seinen Ernst. Deshalb gehört Vergänglichkeit zu den stillen Grundthemen jeder tiefen Lebensbetrachtung.

Aus ihr erwächst nicht nur Wehmut, sondern auch ein besonderer Sinn für Gegenwart und Wertschätzung. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Verlust und Erkenntnis verbunden sind und warum das Bewusstsein des Endlichen viele Dinge nicht kleiner, sondern kostbarer erscheinen lässt.

  1. Wo Liebe wächst, gedeiht Leben - wo Haß aufkommt droht Untergang.

    Mahatma Gandhi

  2. Unsere Zeit vergeht geschwind, nimm die Stunden, wie sie sind. Sind sie bös, lass sie vorüber, sind sie gut, dann freu dich drüber.

  3. Das Leben ist eine Flamme, die sich selbst verzehrt; aber sie fängt jedes Mal wieder Feuer, sobald ein Kind geboren wird.

  4. Der Vorteil des schlechten Gedächtnisses ist, dass man dieselben guten Dinge mehrere Male zum erstenmal genießt.

    Friedrich Nietzsche

  5. Was fängt man mit den zu Tode geredeten Worten an? Es bleibt wohl nur eines: Immer einfacher zu sprechen, denn die Einfachheit widersteht der Zerstörung

    Romano Guardini

  6. Die Zeit kommt aus der Zukunft, die nicht existiert, in die Gegenwart, die keine Dauer hat, und geht in die Vergangenheit, die aufgehört hat zu bestehen.

    Augustinus

  7. Der Tod ist das Pünktchen auf der letzten Phase unseres Lebens; der Deckel auf dem Topf, in dem es sonst so kochte und brauste

    Graf Karl Christian Ernst von Bentzel-Sternau

  8. Schaffen Sie sich eine neue, starkmütige Anschauung von Treue. Was die Menschen sonst Treue nennen, verweht so schnell.

    Rudolf Steiner

  9. Oft merkt man erst, wie viel Glück man hatte, wenn das Glück auf einmal nicht mehr da ist.

  10. Das Verlassen des Mutterschoßes ist der Eintritt in tausend Tode

    Johannes Calvin

  11. Die Erde kann vergehen, die Sonne kann erblassen, doch wahre Freundschaft soll uns nie verlassen.

  12. Denke in schönen Stunden nie an ihre Vergänglichkeit, dazu sind die schlechten da

  13. Nichts ist verführerischer und gleichzeitig trügerischer als Reichtum. Er lässt sich gleich schwer erwerben, erhalten, nutzen und verlieren.

  14. Die Armut liesse sich rasch beseitigen, wenn sich die Wohlhabenden dadurch bereichern könnten.

    Emanuel Wertheimer

  15. Wegen eines Frauenlächelns wurden schon ganze Konzerne zugrunde gerichtet

    Andrew Carnegie

  16. Das Heisse ist vergessen, hat es erst einmal die Kehle passiert.

  17. Du kannst dein Leben nicht verlängern, noch verbreitern, nur vertiefen.

    Gorch Fock

  18. Jeder übermütige Sieger arbeitet an seinem Untergang.

    Jean de La Fontaine

  19. Frühere Zeiten hält man immer für die besseren.

    Achim von Arnim

  20. Denk ich an dich und du an mich, vergessen wir uns beide nicht.