Sprüche über das Leben
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Für gewöhnlich stehen nicht die Worte in der Gewalt der Menschen, sondern die Menschen in der Gewalt der Worte.
— Hugo von Hofmannsthal
Alle Narrheit erschöpfen - so gelangt man zum Boden der Weisheit
— Ludwig Börne
Den inneren Frieden die nicht zu stören, in andrer Achtung stets zu steigen, habe den Mut, die Wahrheit zu hören, und die Klugheit, sie zu verschweigen.
— Heinrich Leuthold
Ist wirklich die Welt so schadenfroh, wie du sie schilderst in scharfen Zügen, was ärgerst du über die Menschen dich so und machst ihnen dadurch soviel Vergnügen?
— Heinrich Leuthold
Alles, was wir mit Wärme und Enthusiasmus ergreifen, ist eine Art der Liebe.
— Wilhelm von Humboldt
Es gibt keinen Ausweg, den ein Mensch nicht beschreitet, um die tatsächliche Arbeit des Denkens zu vermeiden.
— Thomas Alva Edison
Ein Dummkopf findet immer einen, der noch dümmer ist, der ihn bewundert.
— Otto von Leixner
Recht häuft sich nicht, wohl aber Unrecht.
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
Begeisterung ist ein Feuer, das die Innenwelt in Fluss erhält. Aber Vernunft muss ihr die Gussform richten, in die sich das geschmolzene Metall ergießt.
— Otto von Leixner
Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen.
— Leo Tolstoi
Es fliehen nicht alle, die den Rücken kehren.
— Christoph Lehmann
Jugend ist die Zeit des Lebensgenusses, die Triumphe des Mannesalters und der Reichtum vorgerückter Jahre bieten keinen Ersatz für eine in genußloser Anstrengung vergeudete Jugend.
— Johann Nepomuk Nestroy
Der beste Teil der Schönheit ist der, den ein Bild nicht wiedergeben kann
— Francis Bacon
Nach einem bösen Traum sieht man, welchen Stoff zu einer Hölle ein bloßes Gehirn in sich aufbewahrt.
— Jean Paul
In der vollkommenen Stille hört man die ganze Welt.
— Kurt Tucholsky
Zaghaftigkeit in der Ausführung macht tollkühne Unternehmungen zunichte.
— Marquis de Vauvenargues
Erdachtes mag zu denken geben, doch nur Erlebtes wird beleben.
— Paul Johann Ludwig von Heyse
Wir leben in einer Zeit vollkommener Mittel und verworrener Ziele.
— Albert Einstein
Wenn alles auf Erden vernünftig wäre, würde nichts geschehen.
— Fjodor M. Dostojewski
An seinen Feinden rächt man sich am besten dadurch, dass man besser wird als sie.
— Diogenes Laertius
Wenn man seine Kindheit bei sich hat, wird man nie älter
— Johann Wolfgang von Goethe
Was der Feind uns nicht antun konnte, das tun wir uns selber an.
— John Steinbeck
Ein Mord aus Rache, ein Mord aus Hass ist kein Beweis für Kraft.
— John Knittel
Man fährt nicht so sehr, um etwas zu sehen, sondern damit man was erzählen kann.
— John Steinbeck
Selig der Mann, der nichts zu sagen hat und davon absieht, diese Tatsache durch Worte zu beweisen.
— George Eliot
Mag auch das Böse sich noch so sehr vervielfachen, niemals vermag es das Gute ganz aufzuheben.
— Thomas von Aquin
Die Welt ist ein schöner Platz und wert, dass man um sie kämpft.
— Ernest Miller Hemingway
Die Waffen sind nicht so wichtig wie der Arm, der sie führt; der Arm ist nicht so wichtig wie die Intelligenz, die ihn lenkt.
— André Gide
Ein Mensch ohne Leidenschaft ist ein Steinbild ohne Leben. Keine große Tat geschah, deren Mutter sie nicht war.
— Augustinus
Bei gleicher Geistlosigkeit kommt es auf den Unterschied der Körperfülle an. Ein Dummkopf sollte nicht zu viel Raum einnehmen.
— Karl Kraus
Es kennzeichnet den Unerfahrenen, dass er nicht an glückliche Zufälle glaubt.
— Joseph Conrad
Der Veränderung die Tür schließen hieße, das Leben selber aussperren.
— Walt Whitman
Je freier man atmet, je freier man lebt.
— Theodor Fontane
Man kennt sich selbst erst richtig, wenn man weiss, was Angst ist und sie überwunden hat
— Reinhold Messner
Ich lerne, wenn ich gescheitert bin und nicht, wenn ich Erfolg hatte.
— Reinhold Messner
Wer wendet sein Gesicht nicht gerne der Zukunft zu, wie die Blumen ihre Kelche der Sonne?
— Heinrich von Kleist
Alle Wesen erstreben das Gute, doch nicht alle erkennen das Wahre.
— Thomas von Aquin
Es gibt eine Grenze, wo Zurückhaltung aufhört, eine Tugend zu sein.
— Edmund Burke
Traditionen gleichen Straßenlaternen, die den Weg ausleuchten sollen. Nur Betrunkene klammern sich an sie.
— Gilbert Keith Chesterton
Oft denke ich an den Tod, den herben, und wie am End' ich's ausmach?! Ganz sanft im Schlafe möcht' ich sterben und tot sein, wenn ich aufwach!
— Karl Spitzweg
Niemand weiß soviel Schlechtes von uns wie wir selbst. Und trotzdem denkt niemand so gut von uns wie wir selbst.
— Franz Edler von Pernwald Schönthan
Gewinnsucht und Eitelkeit sind die Werbeoffiziere der Schlechtigkeit
— Franz Grillparzer
Wer nimmt, was er nicht will, dem wird reichlich gegeben. Nur nicht das, was er braucht.
— Else Pannek
Manche Art zu Leben gleicht dem Träumen. Man wacht auf und sieht, dass viel Zeit vergangen ist. Man versucht weiter zu träumen oder sein Leben sinnvoll zu gestalten.
— Else Pannek
Loslassen, was nicht froh sein lässt. Um Illusionen ärmer, an Gelassenheit reicher werden.
— Else Pannek
Entscheidungen, Entschlüsse brauchen Zeit — vor oder nach dem Handeln.
— Else Pannek
Mit offenen Augen und wachen Sinnen lassen sich Wunder entdecken.
— Else Pannek
Trägheit ist vernichtend. In homöopathischer Dosis jedoch ein Genussmittel.
— Else Pannek
Wir liegen alle in der Gosse, aber einige von uns betrachten die Sterne.
— Oscar Wilde
Es bedürfte zu vieler Verdienste, um das zu sein, was man von sich hält.
— Emanuel Wertheimer
Es ist eine Forderung der Natur, dass der Mensch mitunter betäubt werde, ohne zu schlafen. Daher der Genuß im Tabakrauchen, Branntweintrinken, Opiaten.
— Johann Wolfgang von Goethe
Tapferkeit ist die Fähigkeit, von der eigenen Furcht keine Notiz zu nehmen.
— George Smith Patton
Man soll nie der ersten Gefühlswallung nachgeben, denn sie ist meistens edel, aber unklug.
— Charles de Talleyrand
Überschreitet man das Maß, so wird das Angenehme zum Unangenehmen.
— Epiktet
Die das Dunkel nicht fühlen, werden sich nie nach dem Lichte umsehen.
— Henry Thomas Buckle
Ratschläge sind wie Rizinusöl: leicht zu geben, aber schrecklich schwer zu nehmen.
— Joseph Billings
Viele Menschen halten ihre Phantasie für ihr Gedächtnis.
— Joseph Billings
Antiquität ist etwas, das so viele Jahre lang nutzlos war, dass es immer noch prima in Schuß ist.
— Franklin P. Jones
Ein Teil des Lebens geht zu Grunde, so oft eine Stunde verschleudert wird.
— Gottfried Wilhelm Leibniz
Die Moral steckt in kurzen Sprüchen besser, als in langen Reden und Predigten.
— Carl Leberecht Immermann