1872 Sprüche — Seite 33
Keinen Geist kann man so umfassend lieben wie die Natur.
— Edvard Grieg
Ein Drittel der menschlichen Schönheit ist Natur, zwei Drittel sind Aufmachung.
Das Licht vom Himmel lässt sich nicht versprengen, noch lässt der Sonnenaufgang sich verhängen mit Purpurmänteln oder dunklen Kutten.
— Nikolaus Lenau
Die ganze Natur ist eigentlich nichts anderes als ein Zusammenhang von Erscheinungen nach Regeln.
— Immanuel Kant
Mit den Landschaften ist es wie mit den Blumen: Jede fremde dünkt uns die schönste.
— Michel de Montaigne
Das Alter ist das Abendrot des Himmels.
Wenn wir die Natur beobachten, stellen wir fest, dass sie die Seele des Menschen in seinem Körper wie in einem weiträumigen Palast untergebracht hat - allerdings nicht immer in den schönsten Quart …
— Denis Diderot
Gerade der schöpferische Mensch wird immer auf die Natur zurückgreifen, um menschliche Formeln durch neues Leben zu erfüllen oder zu sprengen
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
So ein Spinnentüchlein voll Regentropfen - wer macht das nach?
— Christian Morgenstern
Meine Leiden sind das Werk der Natur, mein Glück aber ist mein Werk.
— Jean-Jacques Rousseau
Die Konsequenz der Natur tröstet schön über die Inkonsequenz der Menschen.
— Johann Wolfgang von Goethe
So regnet es sich langsam ein, und immer kürzer wird der Tag und immer seltener der Sonnenschein. Ich sah am Waldrand gestern ein paar Rosen stehn. Gib mir die Hand und komm - wir wollen sie uns p …
— Cäsar Flaischlen
Sieh doch den Wettersturm am Himmel, sieh doch die Wolken um die Höhn! Ich aber sag: das geht vorüber, und auf den Abend wird es schön.
— Cäsar Flaischlen
Die nicht zivilisierte, unverdorbene Welt ist das beste Verjüngungsmittel.
— Paul Gauguin
Ein jeder Frühling ist neue Feier der großen Vereinigung der männlichen und weiblichen Natur.
— Johann Joseph von Görres
Auch an Dornen fehlt's wohl nicht, denk ich, wenn ich Rosen sehe. Rosen sind wohl in der Nähe, denk ich, wenn ein Dorn mich sticht.
— Rupert Johann Hammerling
Man kann einen Baum nicht nach der Güte seiner Blätter einschätzen, sondern nur nach der Güte seiner Früchte.
— Giordano Bruno
Auf jeden Grashalm fällt ein Tröpfchen Tau.
Gegen die Erde gibt es keinen Trost als den Sternenhimmel.
— Jean Paul
Nach einem unerbittlichen Naturgesetz fliegen dem Menschen die gebratenen Tauben nicht in den Mund.
— Daniel Spitzer
Die Unwissenheit ist eine Nacht ohne Mond und ohne Sterne!
Jeden Morgen in meinem Garten öffnen neue Blüten sich dem Tag. Überall ein heimliches Erwarten, das nun länger nicht mehr zögern mag.
— Matthias Claudius
Über Rosen läßt sich dichten, in die Äpfel muß man beißen.
— Karl Maria von Weber
Niemand ist nur Individuum, das heißt ein Wesen, das mit der Geburt in die Welt tritt und mit dem Tod endet. Wie bei Einzelmenschen gibt es auch in den Familien Auf- und Abstieg. Genauso ist es in der …
— John Knittel
Der Mensch ist die Krone der Schöpfung: Er kann denken. Er hat Bewußtsein seiner selbst.
— René Descartes
Nur wer ein Auge dafür hat, sieht etwas schönes und gutes in jedem Wetter, er findet Schnee, brennende Sonne, Sturm und ruhiges Wetter schön, hat alle Jahreszeiten gern und ist im Grunde damit zu …
— Vincent van Gogh
Es gibt keine andere Motivation, auf Berge zu steigen, als den Egoismus.
— Reinhold Messner
Das Bergsteigen findet in einer Welt statt, wo jeder die Verantwortung für sich selber zu tragen hat.
— Reinhold Messner
Nichts hat mir auch nur annähernd zu so vielen Erkenntnissen verholfen, wie Landschaften und deren Entsprechungen in meiner Seele
— Reinhold Messner
Ein liebend Paar ist wie Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Es gibt sie alle Tage, aber wir sehen sie selten.
— Samuel Butler
Wohl dem, der, ohne sich mit andern zu vergleichen, den Genuss hin nehmen kann, den die Natur mit der Selbstgemäßheit unzertrennlich verbunden hat!
— Johann Georg Adam Forster
Das Männliche stammte ursprünglich von der Sonne, das Weibliche von der Erde, das Doppelgeschlecht vom Mond, da auch der Mond an beiden teilhat
— Aristophanes
Die Natur übte erst mit Blumen, ehe sie die Frauen schuf.
— Emanuel Wertheimer
Der Wind pfeift darauf, ob der Baum müde ist
Freude ist wie das Erblühen einer Knospe, ein Sonnenaufgang, ein erfrischender Quell auf der Wanderung.
— Else Pannek
Wer Pflanzen wachsen lässt, der hat auch Schmetterlinge.
— Else Pannek
Gewiss ist, dass es Sonne gibt und Regen — dass es Abend wird und Nacht — und dass danach ein Morgen beginnt das ist gewiss.
— Else Pannek
Kunst, Kultur, Natur und alles, was sich nicht rechnet, bereichern das Leben, lassen ahnen, wie heil sein ist.
— Else Pannek
Wenn Gott verboten hätte, Wein zu trinken, würde er dann diesen Wein so herrlich haben wachsen lassen?
— Armand Jean du Plessis, Herzog von Richelieu
Das Wunder ist nicht ein Widerspruch zu den Naturgesetzen, sondern ein Widerspruch zu dem, was wir von den Gesetzen wissen.
— Augustinus