1872 Sprüche — Seite 42
Tiburtius kommt uns sehr gelegen mit seinem grünen Blättersegen. (14. April)
Regnet's stark zu Albinus, macht's dem Bauern viel Verdruss. (16. April)
Regnet's vorm Georgitag, wäret lang des Segens Plag'. (22. April)
Wenn's friert an St. Fidel, bleibt's 15 Tage noch kalt und hell. (24. April)
Bauen um Markus schon die Schwalben, so gibt's viel Futter, Korn und Kalben. (25. April)
Leg erst nach Markus Bohnen, er wird's dir reichlich lohnen. (25. April)
Was St. Markus an Wetter hält, so ist's auch mit der Ernte bestellt. (25. April)
Auf des heiligen Peters Fest sucht der Storch sein Nest. (27. April)
Walpurgisfrost ist schlechte Kost. (30. April)
Ein nasser April verspricht der Früchte viel.
Ostwaldtag muss trocken sein, sonst werden teuer Korn und Wein. (05. August)
Wie das Wetter an Kassian, hält es noch viele Tage an. (13. August)
Leuchten vor Maria Himmelfahrt die Sterne, dann hält sich das Wetter gerne. (15. August)
Maria Himmelfahrt klarer Sonnenschein, bringt meistens viel guten Wein. (15. August)
Wenn's an Joachim regnet, dann folgt ein warmer Winter. (16. August)
Ist's Lorenz und Bartel schön, bleiben die Kräuter noch lange steh'n. (24. August)
Gewitter um Bartholomä bringt Hagel und Schnee. (24. August)
An Augustin gehen die warmen Tage hin. (28. August)
St. Raimund treibt die Wetter aus. (31. August)
Wenn's im August stark tauen tut, bleibt das Wetter meistens gut.
Im August viel Regenschauer ist Verdruß für jeden Bauer.
Auf Barbara die Sonne schleicht, auf Lucia sie wiederum herschleicht. (04. Dez.)
Nach Barbara geht's frosten an, kommt's früher, ist nicht wohlgetan. (04. Dez.)
Geht Barbara im Klee, kommt das Christkind im Schnee. (04. Dez.)
St. Gerald - es wird kalt. (05. Dez.)
Ist Ambrosius schön und rein, wird Florian ein wilder sein. (07. Dez.)
Wenn zu Lucia die Gans geht im Dreck, so geht sie am Christtag auf Eis. (13. Dez.)
St. Lucia kürzt den Tag, so viel sie ihn nur kürzen mag. (13. Dez.)
Um Adelheid da kommt der Schnee, der tut der Wintersaat nicht weh. (16. Dez.)
Bringt das Christkind Kält' und Schnee, drängt das Winterkorn in die Höh'. (24. Dez.)
Bringt St. Stephan Wind, die Winzer nicht erfreut sind. (26. Dez.)
Sitzen die unschuldigen Kindlein in der Kälte, vergeht der Frost nicht in Bälde. (28. Dez.)
Gefriert es Sylvester zu Berg und Tal, geschieht auch dies zum letzten Mal. (31. Dez.)
Die Heilige Dorothee watet gerne durch den Schnee. (06. Feb.)
Kommt die Jungfrau Apollonia, sind auch bald die Lerchen wieder da. (09. Feb.)
St. Eulalia im Sonnenschein, bringt viel Apfel und Apfelwein. (12. Feb.)
St. Valentin friert's Rad mitsamt der Mühle ein. (14. Feb.)
Regnet es an St. Valentin, ist die halbe Ernte hin. (14. Feb.)
Hat's zu St. Valentin gefroren, ist das Wetter lang verloren. (14. Feb.)
Der Simon zeigt mit seinem Tage, der Frost ist nicht mehr lange Plage. (18. Feb.)