1872 Sprüche — Seite 43
Friert's um Simeon ganz plötzlich, bleibt der Frost nicht lang gesetzlich. (18. Feb.)
Hat's in der Petersnacht gefroren, lässt uns der Frost dann ungeschoren. (22. Feb.)
Ist an Petrus das Wetter schön, dann kann man bald Kohl und Erbsen sä'n. (22. Feb.)
St. Matheis wirft einen großen Stein ins Eis. (24. Feb.)
Wenn sich St. Walburgis zeigt, der Birnensaft nach oben steigt. (25. Feb.)
Alexander und Leander bringen Märzluft miteinander. (26. Feb.)
War der Romanus hell und klar, bedeutet das ein gutes Jahr. (28. Feb.)
Singt die Lerch im Hornung hell, geht es dem Bauern um das Fell.
Fabian im Nebelhut, tut den Bäumen gar nicht gut. (20. Jan.)
Sturm und Frost an Sebastian, ist den Saaten wohlgetan. (20. Jan.)
Tanzen Fabian schon die Mücken, muss man den Kühen das Futter bezwicken. (20. Jan.)
Um Fabian und Sebastian, da nimmt auch der Tauber die Taube an. (20. Jan.)
Ziehen Wolken am Agnestag über den Grund, bleibt die Ernte stets gesund. (21. Jan.)
Sonnenschein am Agnestag, die Frucht wurmstichig werden mag. (21. Jan.)
Wenn St. Agnes gekommen, wird neuer Saft im Baum vernommen. (21. Jan.)
Wie das Wetter zu St. Vinzent war, wird es sein das ganze Jahr. (22. Jan.)
Zu Vinzent Sonnenschein, bringt viel Korn und Wein. (22. Jan.)
St. Paulus Kält' mit Sonnenschein, wird das Jahr wohl fruchtbar sein. (25. Jan.)
Je kälter unser Pauli und auch heller, desto voller werden Scheuer und Keller. (25. Jan.)
St. Julian zerbricht das Eis, bricht er's nicht, umarmt er es. (27. Jan.)
Bringt Martina Sonnenschein, hofft man auf viel Frücht' und Wein. (30. Jan.)
Scheint an Martina die Sonne mild, ist sie der guten Ernte Bild. (30. Jan.)
Bei Donner im Winter ist viel Kälte dahinter.
Die erste Birn' bricht an St. Margareth, darauf die Ernte überall angeht. (15. Juli)
Ist Apostelteilung schön, kann das Wetter der Siebenbrüder geh'n.
Wenn's Alexius verregnet heuer, werden Korn und Früchte teuer. (17. Juli)
Vinzenz Sonnenschein, füllt die Fässer mit Wein. (19. Juli)
Margarethenregen wird erst nach Monatsfrist sich legen. (20. Juli)
Klar muss Apollmaris sein, dann bringt man gute Ernte heim.
Um Jakobi heiß und trocken, kann der Bauersmann frohlocken. (25. Juli)
Ist Jakobus am Ort, ziehen die Störche fort. (25. Juli)
Auf Anna klar und rein, wird das Korn bald geborgen sein. (26. Juli)
Anna klar und trocken, machen den Bauern frohlocken. (26. Juli)
Ziehen Celsus schon die Schwalben fort, wird's bald kälter an dem Ort. (28. Juli)
Juli kühl und naß - leere Scheunen, leeres Faß.
Hundstag hell und klar, deuten auf ein gutes Jahr.
Juli heiß - lohnt Müh' und Schweiß.
Juniregen und Brauttränen dauern so lang wie's Gähnen.
Ist der Juni feucht und nass, gibt's viel Frucht und grünes Gras.
Wie's Wetter um Medardi fällt, es bis zum Monatsende hält.