1872 Sprüche — Seite 41
Mücken seigen, Elefanten verschlucken.
Man muss nicht nach jeder Mücke schlagen.
Ochsen muss man schön aus dem Wege gehn!
Kein Ochse, er sei denn ein Kalb gewesen.
Der Ochs will den Hasen erlaufen.
Dem Ochsen, der da drischt, soll man das Maul nicht verbinden.
Das Pferd soll zur Krippe gehn, nicht die Krippe zum Pferd.
Das Pferd ist oft klüger als sein Reiter.
Hast du kein Pferd, so brauche den Esel.
Man mästet das Schwein nicht um des Schweines willen.
Schweine kümmern sich nicht um köstliche Salben.
Die Spinne saugt Gift, die Biene Honig aus allen Blumen.
Wenn der Storch die Erbsenstoppel sieht, jagt er die Jungen vom Neste.
Dem Storch gefällt sein Klappern wohl.
Es sagt ein Storch dem andern Langhals.
Die Täublein müssen Federn lassen.
Wer keine Taube hat, der hat Mücken.
Eisern Vieh stirbt nicht.
Man sieht's am Schwanz, was es für ein Vogel ist.
Laß mir den Vogel und behalt du die Federn.
Was nicht am Vogel ist, das ist an den Federn.
Böser Vogel, böses Ei.
Jeder Vogel singt, wie ihm der Schnabel gewachsen ist.
Jedem Vogel gefällt sein Nest.
Jeder Vogel hat sein Nest lieb.
Wir wollen's an den Balken schreiben, wo's Geißen und Kälber nicht ablecken.
Bergab leite mich, bergauf schone mich, in der Ebene brauche mich, sagt das Pferd.
Eine Biene ist so gut als eine Handvoll Fliegen.
Wo man blöken hört, da sind auch Schafe im Lande.
Ein Büffel ist ein groß Tier, doch kann er keinen Fuchs fangen.
Der eine klopft auf den Busch, der andre fängt den Vogel.
Aus ungelegten Eiern werden spät junge Hühner.
Es ist kein Tierlein so vergessen, es ruht ein Stündlein auf sein Essen
An den Federn erkennt man den Vogel.
Fett schwimmt oben, und ist es auch nur Hundsfett
Je fetter der Ochs, je schlechter das Fell
St. Ambrosius man Zwiebeln säen muss. (04. April)
Ist St. Vinzenz Sonnenschein, gibt es vielen guten Wein. (05. April)
Am Tiburtiustag, alles grünen mag. (14. April)
Grüne Felder am Tiburtiustag, die ziehen viel Getreide nach. (14. April)