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Sprüche über Erkenntnis

364 Sprüche — Seite 16

Manches wird erst dann wirklich verstanden, wenn sich Erfahrung, Nachdenken und inneres Sehen berühren. Erkenntnis ist deshalb mehr als das Sammeln von Fakten, denn sie verändert den Blick und oft auch die eigene Haltung zur Welt. Darum gehört dieses Thema zu den entscheidenden Bewegungen geistigen Lebens.

Ihr Wert zeigt sich darin, dass sie nicht nur informiert, sondern verwandelt. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie oft Erkenntnis mit Abstand, Schmerz oder Geduld verbunden ist und warum manche Einsichten erst reifen müssen, bevor sie tragfähig werden.

  1. Er gebraucht Statistiken so wie ein Betrunkener Laternen gebraucht – mehr zum Halt als zur Erhellung

    Andrew Lang

  2. Die Wissenschaft besteht nur aus Irrtümern. Aber diese muss man begehen. Es sind die Schritte zur Wahrheit.

    Jules Verne

  3. Ein Zwerg sieht nicht weiter als ein Riese, wenn er auf den Schultern eines Riesen steht

    Samuel Taylor Coleridge

  4. Wie kurz ein Monat ist, merken Sie erst, wenn Sie Alimente zahlen

    John Barrymore

  5. Ich habe die Philosophen und die Katzen studiert, doch die Weisheit der Katzen ist letztlich um ein weites größer.

    Hippolyte Taine

  6. Wissenschaft ist eine Sammlung vieler klarer Begriffe aus vielen lebhaften Erfahrungen über eine Sache.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  7. Menschenkenntnis ist das Resultat vieler Beobachtungen über eine Menge verschiedener Menschen.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  8. Die Mensch weiß nie recht, was er will; und wenn er einmal hat, was er gewollt hat, so sieht er, dass es das nicht war. Und so geht all unser Bestreben ins Unendliche.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  9. Der Mensch ist ein kleines Ding, man hat ihn bald auswendig gelernt, wenn man mit ihm vertraut wird.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  10. Die Hauptaufgabe eines Gartens ist es, seinem Besucher die schönste und höchste Art des irdischen Vergnügens zu bereiten.

    Gertrude Jekyll

  11. Menschenkenntnis macht den Verständigen ebenso nachsichtig als bescheiden.

    Fanny Lewald

  12. Umweltschutz: Bisher wussten wir nicht, was wir taten. Jetzt tun wir nicht, was wir wissen.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  13. Die Langsamkeit bietet die Chance, das, was wir tun, auch zu erleben

    Henriette Wilhelmine Hanke

  14. Es mag wohl hart sein, ein Glück erst zu erkennen, nachdem man es verlor, – aber ein Glück erst zu erkennen, nachdem man es freiwillig von sich gestoßen, das ist ein Schmerz der Reue, der am Leben nag …

    Wilhelmine von Hillern

  15. Es ist nichts verloren, und in keiner Rücksicht, nur unser Auge vermag die lange unendliche Kette von der Ursache zu allen Folgen nicht zu übersehen.

    Karoline Friederike Louise M. von Günderrode

  16. Wer langsam schlendert, sieht am meisten von der Landschaft.

  17. Das Äußere des Menschen ist der Text zu allem, was man über ihn sagen kann.

    Rahel Varnhagen von Ense

  18. Wissen um unser Wissen ist Philosophie; Ergebenheit und Voraussetzung, wo wir zu wissen aufhören, Religion.

    Rahel Varnhagen von Ense

  19. Je mehr Einsicht, desto mehr Ein- und Zustimmung wird das Leben uns abgewinnen, wenn es auch noch mehr Arbeit fordert.

    Rahel Varnhagen von Ense

  20. Wer die Klarheit hat, der gehört dem Licht an, und wäre er verborgen am Rande der Schöpfung.

    Philipp Otto Runge