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Sprüche über Erkenntnis

364 Sprüche — Seite 17

Manches wird erst dann wirklich verstanden, wenn sich Erfahrung, Nachdenken und inneres Sehen berühren. Erkenntnis ist deshalb mehr als das Sammeln von Fakten, denn sie verändert den Blick und oft auch die eigene Haltung zur Welt. Darum gehört dieses Thema zu den entscheidenden Bewegungen geistigen Lebens.

Ihr Wert zeigt sich darin, dass sie nicht nur informiert, sondern verwandelt. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie oft Erkenntnis mit Abstand, Schmerz oder Geduld verbunden ist und warum manche Einsichten erst reifen müssen, bevor sie tragfähig werden.

  1. Entsteht nicht ein Kunstwerk nur in dem Moment, wann ich deutlich einen Zusammenhang mit dem Universum vernehme?

    Philipp Otto Runge

  2. Wir sehen in den Kunstwerken aller Zeiten es am deutlichsten, wie das Menschengeschlecht sich verändert hat, wie niemals dieselbe Zeit wiedergekommen ist, die einmal da war

    Philipp Otto Runge

  3. Das Licht können wir nicht begreifen, und die Finsternis sollen wir nicht begreifen, da ist den Menschen die Offenbarung gegeben, und die Farben sind in die Welt gekommen, das ist: Blau und Rot und Ge …

    Philipp Otto Runge

  4. Um die Natur zu erkennen, muss man ihre Geschöpfe verstehen. Um ein Geschöpf zu verstehen, muss man in ihm den Bruder sehen.

    Manfred Kyber

  5. Keine noch so infame und schändliche Handlung gibt es, dass man nicht Beispiele einer noch schlimmeren anführen könnte

    Juvenal

  6. Der Tod allein zeigt, wie nichtig die Körperchen der Menschen sind.

    Juvenal

  7. Das Geld macht keine Narren. Es enthüllt sie nur.

    Kin Hubbard

  8. Dem Dank entfliehen, verrät ein Herz, dem Danken Mühe macht.

    Paul Johann Ludwig von Heyse

  9. Für den Maulwurf ist die Welt nicht größer und weiter als seine Gänge.

    August Pauly

  10. Weisheit spannt den Willen ab und lässt ihn doch noch stark genug für das Rechte.

    August Pauly

  11. Es gibt Dinge im Leben und in der Wissenschaft, welche nur die kühnste Phantasie zu erfassen vermag, und andere, die nur der ruhigste Verstand sieht. Darum gehören auch so oft zwei Menschen dazu, um e …

    August Pauly

  12. Der Weg der Wissenschaft geht nicht durch harte Köpfe hindurch, sondern an ihnen vorbei.

    August Pauly

  13. Geschichte macht aus uns unverständigen Neulingen in der Welt tausendjährige Weise.

    August Pauly

  14. Es gibt eine Sorte von Ignoranten, welche einem das Übergewicht der Unwissenheit fühlen lassen.

    August Pauly

  15. Es ist wohltuender, der Größe des Unerforschten inne zu werden, als sich im Genuss des Erforschten zu ergehen.

    August Pauly

  16. Wie wäre es möglich, dass einer, der den Blick auf das Universum gerichtet hat, noch den kleinen Unterschied zwischen einem Bettler und einem König wahrnehmen könnte?

    August Pauly

  17. Im Blick kommt die Seele ans Fenster.

    August Pauly

  18. Wir nennen es Helligkeit, wenn uns mit dem Aufgang der Sonne das Nahe sichtbar gemacht und die Sterne verfinstert werden.

    August Pauly

  19. Wir fühlen es, wenn wissende Augen uns anschauen.

    Theresa Keiter

  20. In der Liebe gibt es die meisten Fälle, wo auch die feinste Selbstbeherrschung einen Moment von Durchsichtigkeit hat.

    Heinrich Martin