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Sprüche über Sorgen

401 Sprüche — Seite 6

Was noch nicht eingetreten ist, kann das Herz oft stärker bedrängen als das Wirkliche selbst. Sorgen kreisen um Verlust, Unsicherheit und mögliche Gefahren und zeigen damit, wie eng Denken und Empfinden verflochten sind. Deshalb ist dieses Thema so alltäglich und zugleich so tief in der menschlichen Verletzlichkeit verankert.

Ihr Problem liegt darin, dass sie selten lösen, was sie unablässig bewegen. Die Sprüche zu diesem Thema fassen die Last des Vorausdenkens in Worte und erinnern daran, dass Vertrauen, Maß und Gegenwart oft heilsamer sind als endloses Grübeln.

  1. Ach, so denkt er, diese Welt, hat doch viel, was nicht gefällt. Rosen, Tanten, Basen, Nelken sind genötigt zu verwelken; Ach - und endlich auch durch mich macht man einen dicken Strich

    Wilhelm Busch

  2. Wenn wer sich wo als Lump erwiesen, so bringt man in der Regel diesen zum Zweck moralischer Erhebung in eine andere Umgebung. Der Ort ist gut, die Lage neu, der alte Lump ist auch dabei.

    Wilhelm Busch

  3. Einen falschen Eid müssen die Kinder im dritten Geschlecht noch büßen.

  4. Alle Sorgen des Lebens stürzen über uns zusammen, weil wir uns weigern, jeden Tag eine Weile still in unserem Zimmer zu sitzen.

    Blaise Pascal

  5. Mach der Mama keine Sorgen, und dem Papa keinen Schmerz, denn vielleicht schon morgen, stirbt ihr liebes Herz.

  6. Wenn Wolken die Sonne verdunkeln und nirgends erscheint dir Licht, dann lächle ... und schon erstrahlt dein Gesicht.

  7. Heute lebst Du, grüble heute nicht über morgen. Der morgige Tag wird für sich selbst sorgen, jeder Tag hat genug an seiner eigenen Last. Lebe heute!

  8. Alle eure Sorgen werft auf ihn, denn er sorgt für euch!

  9. Aber, wenn er dies erfuhr, ging's ihm wider die Natur

    Wilhelm Busch

  10. Ist deine Seele von Undank wund, mach dich mit Spaten und Harke gesund. Ein Stück Erde, mit Liebe bestellt, beweist dir immer, dass Dank in der Welt.

  11. Kommt der Geist eines Menschen vor zeitlichen Sorgen nicht zur Ruhe, so kann er Gott nicht näher kommen.

    Antonius von Padua

  12. Und kommt es dir zuweilen vor, als ächze schwer dein Lebenskarren: Öl rasch die Räder mit Humor, dann hört er wieder auf zu knarren.

  13. Zum Raube lächeln heißt, den Dieb bestehlen. Doch selbst beraubst du dich durch unnütz Quälen.

    William Shakespeare

  14. Denn im Unglück pflegen die Menschen früher zu altem.

    Hesiod

  15. Des Lebens große Stürme, wenn sie vorüber sind, so mögen sie dir scheinen, sie wären leichter Wind.

  16. Das beste Mittel gegen viele Sorgen ist eine einzige Sorge.

    Guy de Maupassant

  17. Scheint dir auch mal das Leben rauh, sei still und zage nicht: die Zeit, die alte Bügelfrau, macht alles wieder schlicht.

    Wilhelm Busch

  18. Betrübnisse sind die Sprossen der Leiter, die zum Himmel führt.

  19. Ist der Branntwein im Manne, ist der Verstand in der Kanne.

  20. Trost wohnt im Himmel, und wir sind auf Erde wo nichts als Kreuz, als Sorg' und Kummer lebt

    William Shakespeare