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Sprüche über Sorgen

401 Sprüche — Seite 7

Was noch nicht eingetreten ist, kann das Herz oft stärker bedrängen als das Wirkliche selbst. Sorgen kreisen um Verlust, Unsicherheit und mögliche Gefahren und zeigen damit, wie eng Denken und Empfinden verflochten sind. Deshalb ist dieses Thema so alltäglich und zugleich so tief in der menschlichen Verletzlichkeit verankert.

Ihr Problem liegt darin, dass sie selten lösen, was sie unablässig bewegen. Die Sprüche zu diesem Thema fassen die Last des Vorausdenkens in Worte und erinnern daran, dass Vertrauen, Maß und Gegenwart oft heilsamer sind als endloses Grübeln.

  1. Die Frau kann mit der Schürze mehr hinaustragen, als der Mann mit dem Erntewagen hineinfährt.

  2. Wer Glück liebt, muss auch sein Unglück willkommen heißen. Das ganze Leben ist nicht der Sorge wert.

    Ludwig Tieck

  3. Von allen Qualen, die den Menschen heimsuchen, ist die Selbstverachtung die höchste.

    Berthold Auerbach

  4. Man kann nicht ohne weiteres sagen, dass Leid zum Aufbau des Charakters beitrage, ebenso oft trägt es auch zu seiner Zerstörung bei.

    John Steinbeck

  5. Das beste Mittel gegen viele Sorgen ist eine einzige Sorge.

    Guy de Maupassant

  6. Kein Kummer ohne seinen Trost.

    Baltasar Gracián y Morales

  7. Scheint dir auch mal das Leben rauh, sei still und zage nicht: die Zeit, die alte Bügelfrau, macht alles wieder schlicht.

    Wilhelm Busch

  8. Wir können weder alle zählen, denen Unheil widerfahren ist, noch auch nur einen von ihnen würdig beklagen.

    Giacomo Leopardi

  9. Was der Feind uns nicht antun konnte, das tun wir uns selber an.

    John Steinbeck

  10. Trost wohnt im Himmel, und wir sind auf Erde wo nichts als Kreuz, als Sorg' und Kummer lebt

    William Shakespeare

  11. Mit wem das Pferd nie durchgeht, der reitet einen hölzernen Gaul.

    Christian Friedrich Hebbel

  12. Betrübnisse sind die Sprossen der Leiter, die zum Himmel führt.

  13. Wer nicht glücklich ist, fühlt sich leicht am unglücklichsten beim ersten Erwachen des Frühlings. Wenn die Natur aufzuleben anfängt, möchte es so gern auch das Herz. Kummer und Sorgen drücken dann dop …

    Friedrich Julius Hammer

  14. In einem Kämpferherzen ist kein Platz für Kummer und Liebe.

    John Knittel

  15. Des Lebens große Stürme, wenn sie vorüber sind, so mögen sie dir scheinen, sie wären leichter Wind.

  16. Bisweilen kommt, nachdem das Schlimmste überstanden ist noch Schlimmeres.

    Otto Weiss

  17. Der Rost frisst Stahl und Eisen, die Sorge frisst den Weisen

    Bernhard Freidank

  18. Denn im Unglück pflegen die Menschen früher zu altem.

    Hesiod

  19. Kinder brauchen Liebe - besonders wenn sie sie nicht verdienen

    Henry David Thoreau

  20. Es ist schlimm, erst dann zu merken, dass man keine Freunde hat, wenn man wirklich Freunde braucht.

    Plutarch