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Sprüche über Wirklichkeit

433 Sprüche — Seite 12

Zwischen dem, was erhofft wird, und dem, was sich tatsächlich zeigt, liegt die Wirklichkeit. Sie kann ernüchtern, berichtigen, trösten oder herausfordern und zwingt den Menschen dazu, Illusion und Wahrheit auseinanderzuhalten. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht trocken, sondern voller Spannungen und tiefer Lebensfragen.

Ihr eigentliches Gewicht entfaltet sich dort, wo sie nicht nur als äußere Gegebenheit, sondern auch als innere Deutung erscheint. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass Wirklichkeit nie ganz unabhängig vom Blick des Menschen gedacht werden kann.

  1. Wenn kein Gott existierte, müsste man ihn erfinden; doch er existiert! Die ganze Natur ruft es uns zu.

    Voltaire

  2. Der Ausdruck "ein Wunder" entlockt mir immer ein inneres Lächeln über den Mangel an Logik; denn in jeder Minute sehen wir Wunder und nichts als solche.

    Otto von Bismarck

  3. Wenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unseren Kleidern.

    Christian Johann Heinrich Heine

  4. Was das Auge nicht sieht, bekümmert das Herz nicht.

  5. Denn die Liebe ist der Erkenntnis Ende; wo also die Erkenntnis aufhört, nämlich bei jenem Wirklichen selbst, das durch ein anderes erkannt wird, da kann die Liebe sogleich beginnen.

    Thomas von Aquin

  6. Die meisten jagen so sehr dem Genusse nach, dass sie an ihm vorbeilaufen.

    Sören Kierkegaard

  7. Viele suchen ihr Glück, wie sie einen Hut suchen, den sie auf dem Kopf tragen.

    Nikolaus Lenau

  8. Nicht der einzelne ändert die Wirklichkeit, die Wirklichkeit wird von allen verändert

    Friedrich Dürrenmatt

  9. Es gibt keinen Weg in den Himmel und kein Tor in die Erde.

  10. Der Mensch wird nicht für seine Sünden bestraft, sondern durch sie

    Elbert Green Hubbard

  11. Der ist ein Narr, der sich an der Vergangenheit die Zähne ausbricht, denn sie ist ein Granitblock und hat sich vollendet.

    Antoine de Saint-Exupéry

  12. Die Gegenwart ist die einzige Zeit, die uns wirklich gehört.

    Blaise Pascal

  13. Was Schicksal ist, läßt sich nicht definieren, nur sehend erleben.

    Oswald Spengler

  14. Wir leben immer in einer Welt, die wir uns selbst einbilden.

    Johann Gottfried Herder

  15. Das Leben besteht nicht nur in der Hauptsache aus Tatsachen und Geschehnissen. Es besteht im wesentlichen aus dem Sturm der Gedanken, der jedem durch den Kopf tobt.

    Mark Twain

  16. Ein Reporter ist ein Schreiber, der den Weg zur Wahrheit errät und ihn mit einem Wolkenbruch von Worten verschüttet.

    Ambrose Bierce

  17. Wer in einem blühenden Frauenkörper das Skelett zu sehen vermag, ist ein Philosoph.

    Kurt Tucholsky

  18. Ein Mädchen, das vor zu vielen Dingen errötet, hat deren zu viele kennen gelernt.

  19. Die Menschen geben vor, mehr zu trauern, als sie tatsächlich tun, und das vermindert ihre Trauer.

    Jonathan Swift

  20. Es steht mancher vor seinem Glück und ist unfähig, es zu begreifen.

    Martin Kessel