1192 Sprüche — Seite 5
Leiden und Schmerz sind immer die Voraussetzung umfassender Erkenntnis und eines tiefen Herzens. Mir scheint, wahrhaft große Menschen müssen auf Erden eine große Trauer empfinden.
— Fjodor M. Dostojewski
Die Zeit mag Wunden heilen, aber sie ist eine miserable Kosmetikerin.
— Mark Twain
Es ist schwerer, eine Träne zu stillen, als tausend zu vergiessen.
Was wäre das Leben ohne Tod? Wäre der Tod nicht, es würde keiner das Leben schätzen, man hätte vielleicht nicht mal einen Namen dafür
— Jakob Bosshart
Unser Herz will Dich halten. Unsere Liebe dich umfangen. Unser Verstand muss dich gehen lassen. Denn deine Kraft war zu Ende und deine Erlösung Gnade.
Die Freundschaft, die zu einem Ende kommen kann, hat nie richtig angefangen.
— Publius Syrus
Hoffnung kann erst nach der Trauer kommen.
Hoffnung ist scheinbar endlos wie der Ozean, doch jeder Ozean endet irgendwann an einer Küste.
Ein Mann ohne Frau - ein Wasser ohne Damm.
Das Land, das die Fremden nicht beschützt, ist zum Untergang verurteilt.
— Johann Wolfgang von Goethe
Du bist ins Leere entschwunden, aber im Blau des Himmels hast du eine unfassbare Spur zurückgelassen, im Wehen des Windes unter Schatten ein unsichtbares Bild.
— Rabindranath Tagore
Entfernung ist nichts. Sich nah zu sein ist eine Sache des Herzens.
Trauer kann man nicht sehen, nicht hören, kann sie nur fühlen. Sie ist ein Nebel, ohne Umrisse. Man möchte diesen Nebel packen und fortschieben, aber die Hand fasst ins Leere.
Die Herzen, die sich am schnellsten geben, nehmen sich am schnellsten zurück.
Wie das Wetter an Maria Himmelfahrt, so der ganze Herbst sein mag. (15. August)
Wünsche dir entflohene Stunden, helle Freuden nicht zurück; denn das Glück ist nie entschwunden; was verschwindet, ist kein Glück.
— L. Schnabel
Gibt es denn eine Welle, die für sich allein ist im Weltmeer?
Jesus lebt, mit ihm auch ich! Tod, wo sind nun deine Schrecken? Jesus lebt und wird auch mich von dem Tode auferwecken.
— Christian Fürchtegott Gellert
Man kann auch die Gesellschaft einem Feuer vergleichen, an welchem der Kluge sich in gehöriger Entfernung wärmt; nicht aber hineingreift wie der Tor, der dann, nachdem er sich verbrannt hat, in di …
— Arthur Schopenhauer
Man sagt "in jungen Jahren" und "in alten Tagen". Weil die Jugend Jahre und das Alter nur noch Tage vor sich hat.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Die Gleichgültigkeit ist wie das Eis an den Polen: Sie tötet alles.
— Honoré de Balzac
Der Mensch ist derart in den Menschen verliebt, dass er, wenn er der Stadt entflieht, doch wieder die Menge sucht, d. h., er will die Stadt auch auf dem Lande wiederherstellen.
— Charles Baudelaire
Die Menschen kann man entbehren, aber mancher braucht einen Freund.
Heiraten tut nicht halb so weh wie Alleinsein.
— John Knittel
Glanz und Ehren mit Hochmut gepaart, ziehen sich selbst ins Verderben.
— Laotse
Zahlen sind Symbole des Vergänglichen.
— Oswald Spengler
Wer den schlechtesten Gebrauch von seiner Zeit macht, jammert am meisten, dass sie so knapp ist.
— Jean de la Bruyère
Das Komitee ist eine Sackgasse, in die Ideen hineingelockt und dann in Ruhe erdrosselt werden.
— Abraham Lincoln
Der Mensch steht heute vor der Alternative: Untergang des Menschen oder Wandlung des Menschen.
— Karl Theodor Jaspers
Es gibt nichts, das so absolut ist wie Zeit und nichts, das so relativ ist wie ihre Dauer.
— Josef Bordat
Alles ist eine Modesache: Gottesfurcht ist eine Modesache und die Liebe und die Krinoline und ein Ring in der Nase
— Sören Kierkegaard
Glück ist ein illusorischer Zustand, ein sich Anklammern an Vergängliches
— John Knittel
Das Schöne, das sterblich ist, vergeht, aber nicht das Kunstwerk.
— Leonardo da Vinci
Es gibt Diebe, die nicht bestraft werden und einem doch das kostbarste stehlen: die Zeit.
— Napoleon
Die Natur scheint es weise eingerichtet zu haben, dass die Torheiten der Menschen schnell vorübergehen; doch die Bücher verewigen diese.
— Michel de Montaigne
Man muss sich beeilen, wenn man etwas sehen will, alles verschwindet
— Paul Cezanne
Liebe ist ein Glas, das zerbricht, wenn man es zu unsicher oder zu fest anfasst.
Geduld ist die Stütze der Schwäche, Ungeduld der Ruin der Stärke.
— Charles Caleb Colton
Lorent im Sonnenschein, wird der Herbst gesegnet sein. (05. Sept.)
Du siehst die leuchtende Sternschnuppe nur dann, wenn sie vergeht.
— Christian Friedrich Hebbel