1192 Sprüche — Seite 22
Bedenke, über alles Leid, das die Tage bringen, zieht mit raschen Schwingen tröstend hin die Zeit.
Die Zeit geht hin, und der Mensch gewahrt es nicht.
— Dante Alighieri
Trügerisch hängt über den Menschen die Zeit, rollt mit sich dahin des Lebens Flut.
— Pindar
Die Tat wird vergessen, doch das Ergebnis bleibt bestehen.
— Ovid
Was wir ausgaben, hatten wir, was wir verließen, verloren wir, was wir gaben, haben wir.
Wie schnell endlich stürzt unter einem Nachfolger das bodenlose Gebäude zusammen, welches sein größerer Vorgänger zu rasch und prunkend, mehr zu den Zwecken seiner eigenen Phantasie als für die Dauer …
— Johann Georg Adam Forster
Astern blühen schon im Garten, schwächer trifft der Sonnenstrahl. Blumen, die den Tod erwarten durch des Frostes Henkerbeil. Herbstes Freuden, Herbstes Trauer, welke Rosen, reife Frucht.
— Detlef von Liliencron
Es steht kein Wort in unserm Ring; Rein ist der Reif um unser Leben. Für unser Glück, dies stille Ding, Wollt's keine Goldschmiedworte geben.
— Otto Julius Bierbaum
Das Leben ist nur ein Moment, genau wie der Tod.
— Antoine de Saint-Exupéry
Mögen sich die Wege vor Deinen Füßen ebnen, mögest Du den Wind in Deinem Rücken haben, und bis wir uns wieder sehn, möge Gott seine schützende Hand über Dir halten!
Selig sind die Toten, die im Herrn sterben, sie ruhen aus von ihren Leiden und ihre Werke folgen ihnen nach.
Wenn durch einen Menschen ein wenig mehr Licht und Wahrheit in der Welt war, hat sein Leben einen Sinn gehabt
— Alfred Friedrich Delp
Drei Dinge überleben den Tod. Es sind Mut, Erinnerung und Liebe.
Ohne ein Leben nach dem Sterben bleibt dieses Leben ein phantastische Chaos. Verstanden werden kann das Leben nur als Leben im Licht der Ewigkeit.
— Carl Ludwig Schleich
Die Lieb ist süß wie würziger Rosenduft, der unsichtbar beseelt die warme Luft und trunken macht die honigdurstigen Bienen. Doch Lieb ist kurz auch wie der Rose Tag, der schneller endet als der sü …
— Wolfgang Menzel
Ein Mann ist ein einsames Wesen.
— John Steinbeck
Der Herbst ist immer unsre beste Zeit.
— Johann Wolfgang von Goethe
Es gab keine Sterne, keine Erde, keine Zeit, keine Hindernisse, keine Veränderung, nichts Gutes oder Schlechtes, nur Stille ....
— Lord Byron
Denn unser keiner lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber. Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.
Und wärst du auch dem ärmsten Bettler gleich, bleibt dir ein Freund, so bist du reich. Doch wer den höchsten Königsthron gewann und hat keinen Freund, ist ein armer Mann.
Jede Flamme opfert sich selbst - Je schöner sie brennt, desto mehr nähert sie sich der Vernichtung, dem Erlöschen.
— Christian Johann Heinrich Heine
Man muss an Gott glauben, und wenn man den Glauben nicht hat, dann soll man an seine Stelle keinen Sensationsrummel setzen, sondern suchen, suchen, einsam suchen, allein mit sich und seinem Gewissen.
— Anton Tschechow
Wir haben so viel, wieviel wir glauben und hoffen, denn dem Glaubenden ist alles möglich.
— Martin Luther
Es kann nicht immer so bleiben, hier unter dem wechselnden Mond, es blüht eine Zeit und verwelket, was mit uns die Erde bewohnt.
— August von Kotzebue
Am Ruheplatz der Toten, da pflegt es still zu sein, man hört nur leises Beten bei Kreuz und Leichenstein
— Ludwig Uhland
Aus dem Lieben Kreis geschieden, aus dem Herzen aber nie. Weinet nicht, sie ruht in Frieden, doch sie starb und noch zu früh.
Wenn einer zur letzten Ruhe gelegt worden ist, dann lass auch die Erinnerung an ihn zur Ruhe kommen! Wenn der Lebensgeist ihn verlassen hat, tröste Dich über den Verlust.
Nimm, soweit die Kraft dir reicht, wär dein Herz auch am Verbluten, nimm die bösen Tage leicht, aber ernst und schwer die guten. Laß, mein Freund, des Lebens Tage dir wie liebe Freunde sein, den …
— Friedrich Halm
Steine können brechen, Schiffe untergehen, ......, dich vergessen, das wird nie geschehen.
Man vergisst die Reuse, wenn die Fische gefangen sind.
In den meisten Fällen ist Glück kein Geschenk, sondern ein Darlehen.
— Albrecht Goes
Alle Dinge, die über Maß und Zeit gehen, sind von kurzer Dauer.
— Giovanni Boccaccio
Die Jahre meines Laufes sind am Ziel wie Pfeile, wenn sie stecken in der Scheibe.
— Michelangelo
Zu jeder Zeit geht unter, was niedrig ist und faul. Stillschweigend schafft der Meister, der Stümper braucht das Maul.
— Carl Spitteler
Das Gedächtnis der Menschen ist so furchtbar kurz.
— Bertha Freifrau von Suttner
Nichts ist so gefährlich wie das Allzumodernsein. Man gerät in Gefahr, plötzlich aus der Mode zu kommen.
— Oscar Wilde
Reihet euch, sagte der Bauer: da hatt' er eine Kuh im Stall.
Um allein zu leben, muß man sehr einem Gotte oder ganz einem Tier ähnlich sein.
— Baltasar Gracián y Morales
Und wenn sie alle dich verschrei'n, so wickle in dich selbst dich ein.
— Matthias Claudius
Ohne Ehe ist der Mensch überall und nirgends zu Hause.
— Bogumil Goltz